Nächtliche “Komabesäufnisse” endlich trocken legen!

24. Februar 2010 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft ( DPolG), hat die Ankündigung von Innenminister Joachim Herrmann begrüßt, noch in diesem Jahr ein generelles Verkaufsverbot für Alkohol an Tankstellen und Kiosken zur Nachtzeit zwischen 20 und 6 Uhr einzuführen. Er hofft, dass es nicht nur bei einer politischen Absichtserklärung bleibt. Benker erwartet, dass diese Regelung Kindern und Jugendlichen den leichten Zugang zum Alkohol deutlich erschwert und damit nächtliche “Komabesäufnisse” trocken legt.

Vor dem Hintergrund der in den Kriminalstatistiken der letzten Jahre dokumentierten Zunahme alkoholbedingter Gewaltdelikte Jugendlicher und Heranwachsender hatte die DPolG bereits vor zwei Jahren auf die Notwendigkeit einer solchen Regelung hingewiesen und die Bayerische Staatsregierung nach dem Vorbild Baden-Württembergs, wo ab 1. März 2010 ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol eingeführt wird, zum Tätigwerden aufgefordert.

“Bislang ist in Bayern außer vagen politischen Absichtserklärungen über die konsequente Nutzung aller Möglichkeiten gegen Alkoholmissbrauch durch Kinder, Jugendliche und Heranwachsende nichts Konkretes passiert, um gerade auch den ‘Teufelskreis’ zwischen Alkohol und Gewalt zu unterbrechen”, kritisiert Benker. In diesem Zusammenhang appelliert er an den Bayerischen Städtetag, diese Forderung der DPolG zu unterstützen.

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