Drogenerkennung: Saarland in der Vorreiterrolle

23. Februar 2010 | Themenbereich: Prävention, Saarland | Drucken

„Der arglose Gebrauch von legalen Drogen wie Alkohol, Nikotin und Medikamenten ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Es ist unsere Pflicht gerade junge Menschen vor den Gefahren von Drogen zu schützen und mit präventiven Maßnahmen basierend auf der Früherkennung und der Frühintervention bei riskantem Konsumverhalten den Einstieg in den Konsum legaler und illegaler Drogen zu vermeiden”, erklärt Präventionsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer anlässlich des Expertentreffens in St. Ingbert

Das Europäische Expertentreffen findet zum fünften Mal statt und befasst sich mit interdisziplinären Ansätzen der Drogenerkennung in den Bereichen polizeiliches Einschreiten, Arbeitsplatzsicherheit und pädagogische Kompetenz. Neben informativen Fachvorträgen zum Thema Drogenerkennung werden bei der Veranstaltung verschiedene Drogentests (Dräger, Securetec, Mavand Solutions GmbH, Protzek Mahsan, AMTech PUPILKNOWLOGY GmbH und Biosens) vorgestellt. Die ausgestellten Speicheltests zählen zu den weltweit besten Produkten am Markt. Sie wurden mit Hilfe des Saarlandes erforscht und bis zum heutigen Entwicklungsstand wissenschaftlich durch das Institut für Rechtsmedizin an der Universität des Saarlandes betreut. Generalstaatsanwältin (Fiscalia General del Estado) Helena Prieto Gonzalez aus Madrid, dort landesweit zuständig für die Verkehrssicherheit, ist eigens für das Treffen angereist.

Ministerin Kramp-Karrenbauer: “Es ist erfreulich, dass das Expertentreffen im Saarland durchgeführt wird, denn das Saarland hat auf dem Gebiet der Drogenerkennung seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle. Es ist bis heute einziges Bundesland, in Deutschland und Europa, in welchem die Drogenerkennung mit wissenschaftlicher Unterstützung zentral erforscht, koordiniert und weiterentwickelt wird. Ich danke allen Beteiligten des Fachkongresses für ihr Engagement. Denn mit der Veranstaltung gelingt es Erfahrungen an die Polizeien anderer Länder und europäische Nachbarstaaten weiterzugeben und sich gegenseitig über interdisziplinäre Ansätze der Drogenerkennung auszutauschen.”

Die Erforschung der Drogenerkennung und die Weitergabe der Erkenntnisse leistet im Saarland seit dem 1. Januar 2009 das Landesinstitut für Präventives Handeln in St. Ingbert zusammen mit dem Institut für Rechtsmedizin der Universität des Saarlandes, unter Leitung von Prof. Dr. Wilske. Neben diesen beiden Institutionen sind der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und die Landespolizeidirektion Saarland weitere Ausrichter des diesjährigen Fachkongresses.

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