DPolG steht zur Ausbildung afghanischer Polizisten vor Ort
22. Februar 2010 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | DruckenDie Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) steht weiterhin zur Ausbildung von afghanischen Polizisten durch deutsche Polizeibeamte.
DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Wer das Engagement deutscher Polizisten in Afghanistan jetzt anzweifelt, stellt das bisher Erreichte in Frage. Natürlich kommt es darauf an, sich den speziellen Gegebenheiten im Lande zu stellen und die Ausbildung darauf auszurichten. Eben aus diesem Grund spricht sich die DPolG gegen die Ausbildung von afghanischen Polizeikräften in Deutschland aus. Es darf nicht sein, die Polizeiausbildung durch Deutsche nun generell in Frage zu stellen. Gefährlichkeit von Einsätzen gehört zum Polizeiberuf dazu, das gilt in Deutschland genauso wie in Afghanistan. Deshalb muss alles getan werden, um die Gefahren zu minimieren, aber Weglaufen gehört nicht dazu.”
Die DPolG befürwortet nach wie vor das Vorhaben der Bundesregierung, in diesem Jahr die Zahl der deutschen Polizisten auf 200 aufzustocken: „Unsere Kolleginnen und Kolle-gen verfügen über das notwendige Wissen, die Sensibilität und die Flexibilität, um eine optimale Ausbildung der afghanischen Kollegen zu gewährleisten.”, so Wendt. „Wer das in Zweifel zieht, hat wohl grundsätzlich kein Vertrauen in die hervorragende Arbeit der deutschen Polizei. Es ist unverantwortlich, dass Teile der Opposition sich mit immer neuen Vorschlägen zur Polizeiausbildung in Afghanistan in Wahrheit nur einen schlanken Fuß machen wollen.”


