Kriminalitätsbekämpfung ist zentrales Anliegen
19. Februar 2010 | Themenbereich: Hessen, Kriminalität | Drucken„Die Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main, die einzige selbstständige Behörde dieser Art in Hessen, hat seit ihrem Bestehen nachhaltig und in vielfältiger Hinsicht zu einer effektiven Strafverfolgung beigetragen und sich damit zu einer unentbehrlichen Institution innerhalb der Strafrechtspflege entwickelt”, erklärte der hessische Justizminister, Jörg-Uwe Hahn, heute im Gespräch mit dem Leiter der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main, Dieter Kellermann.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main widmen sich in verschiedenen Sonderdezernaten insbesondere auch modernen Kriminalitätsfeldern wie der Problematik der häuslichen Gewalt. Entsprechende Verfahren werden dort neben allgemeinen Delikten in drei Sonderdezernaten bearbeitet. „Durch die Sonderzuständigkeit wird der persönliche Kontakt aller beteiligten Stellen und damit auch eine gezielte Weitervermittlung der Opfer an kompetente Hilfeeinrichtungen gefördert”, erläuterte Minister Hahn. Die erfahrenen Sonderdezernentinnen und Sonderdezernenten pflegen einen professionellen Umgang mit den Geschädigten und tragen damit erheblich zu einer effektiven Strafverfolgung bei. Darüber hinaus seien sie in den örtlichen Arbeitskreisen gegen häusliche Gewalt und im Bereich der Prävention – unter anderem durch die Mitarbeit im Landespräventionsrat – sehr engagiert.
Hohe Priorität genieße bei der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main auch die Verfolgung von Mehrfach- und Intensivtätern. „Kriminologische Untersuchungen haben aufgezeigt, dass ein überproportional hoher Anteil von Straftaten im Bereich der Massen- und Straßenkriminalität von relativ wenigen Mehrfach- und Intensivtätern begangen wird. Ein schnelles und konsequentes Vorgehen gegen diesen Täterkreis sowie abgestimmte Maßnahmen insbesondere von Polizei und Justiz sind hier unerlässlich”, betonte Minister Hahn und hob lobend hervor, dass die Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main diesem Umstand auch durch die Einrichtung eines eigenen Sonderdezernates Rechnung getragen habe. „Da der Amtsanwaltschaft darüber hinaus ein Polizeibeamter als „MIT-Koordinator” zur Verfügung steht, ist dort eine optimale ressortübergreifende Vernetzung gewährleistet” so der Justizminister.
Eine optimale Vernetzung der verschiedenen betroffenen Behörden sei auch für die erfolgreiche Bekämpfung von Sozialbetrugsfällen wesentlich. Bereits zu Beginn der Ermittlungen sei eine enge Abstimmung zwischen Strafverfolgungsbehörde und den Sozialbehörden sowie den Ermittlern von Zoll bzw. Polizei zur schnellen Aufklärung der Straftat und deren Umfang notwendig. Andererseits trage ein zeitnaher Informationsaustausch entscheidend dazu bei, weitere unberechtigte Zahlungen zu verhindern, neue kriminelle Vorgehensweisen aufzudecken und diese zukünftig zu unterbinden. „Es ist sehr erfreulich, dass im gebildeten Sonderdezernat der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main die Sozialbetrugsfälle zügig und kompetent abgearbeitet werden”, so Minister Hahn.
Anderen Herausforderungen muss sich die moderne Justiz im Bereich der Internetkriminalität stellen. Die ständige Ausdehnung der Nutzung des Mediums Internet bringe eine steigende Anzahl von Straftaten in verschiedensten, sich stetig wandelnden Erscheinungsformen mit sich. Dabei spiele das Internet als Tatmittel mittlerweile bei den klassischen Straftaten wie den Betrugsfällen eine immer größer werdende Rolle. „Angesichts der schnell fortschreitenden Entwicklung dieser Kriminalitätsform stellt die Bekämpfung der Internetkriminalität in allen Deliktsbereichen besondere qualitative Anforderungen an die Dezernentinnen und Dezernenten bei der Bearbeitung der einschlägigen Fälle. Diesen Anforderungen wird die Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main durch das eingerichtete Sonderdezernat in vorbildlicher Weise gerecht”, sagte Minister Hahn abschließend.


