Klare Absage zur Ausbildung afghanischer Polizisten in Deutschland

19. Februar 2010 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) erteilt politischen Plänen, afghanische Polizisten in Deutschland auszubilden, eine klare Absage.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Polizeiliches Handwerkszeug kann nur im eigenen Kulturkreis erlernt werden; Ausbil-dungsinhalte müssen unter Realbedingungen vermittelt werden, denn die Anforderungen an Polizeikräfte in Afghanistan sind nun mal nicht mit denen in Deutschland vergleichbar.”

Nach Auffassung der DPolG ist zu befürchten, dass selbst polizeiliche Führungskräfte aus Afghanistan Schwierigkeiten hätten, Erkenntnisse aus Deutschland hinsichtlich des Aufbaus, der Struktur sowie Lehrinhalten, wie sie z.B. an der Deutschen Hochschule der Polizei oder anderen polizeilichen Einrichtungen in Deutschland vermittelt werden, in ihrem Heimatland auch nur annähernd umzusetzen.

Wendt sieht in dem Vorstoß aus den Reihen der SPD-Innenminister eher den Versuch, die notwendige Hilfeleistung der deutschen Polizei zum Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen in Afghanistan ins Gegenteil zu verkehren: „Wir brauchen nicht afghanische Denkmuster hierzulande, sondern die Vermittlung effizienter Polizeiarbeit unter den Bedingungen, wie sie in Afghanistan nun einmal existieren”.

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