Mobbing in der hessischen Polizei
18. Februar 2010 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken„Die pauschale Berichterstattung, diese Schwarz-Weiß-Malerei, hilft weder den Opfern, noch der Organisation Polizei Hessen.” Nach Erkenntnissen der DPolG Hessen gibt es Fälle von klassischem Mobbing auch in der hessischen Polizei. Leider haben in Einzelfällen die organisationsinternen Anlaufstellen versagt. Sie haben den Opfern nicht die erforderliche Unterstützung und Hilfe bieten können.
Und es gibt Fälle, in denen unzutreffend der Vorwurf des Mobbings erhoben wird, obwohl etwas ganz anderes dahintersteckt.Vielfach wird mit dem Begriff ‚Mobbing’ leichtfertig umgegangen. Das kann dann auch Vorgesetzten schaden.
Viele der in den Medien veröffentlichten Vorgänge gab bzw. gibt es in der hessischen Polizei. Allerdings sind sie nicht generell dem Phänomen ‚Mobbing’ zuzurechnen. Sie sind vor allem nicht flächendeckend und wiederkehrend in Behörden und Dienststellen zum System erklärt worden. Es sind Fälle dabei, in denen Führungsfehler gemacht bzw. Fälle, in denen vorschnell und unsensibel agiert wurde.
Die Mehrzahl der Vorgesetzten in der hessischen Polizei bemühen sich sehr um die Belange ihrer Mitarbeiter. Sie zeigen ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. Ihr Gestaltungsspielraum ist aber durch Sachzwänge und vorgegebene Rahmenbedingungen eingeschränkt.
Der von der obersten Etage der hessischen Polizeiführung mitunter vorgelebte und auf die gesamte Organisation ausstrahlende Führungsstil muss verändert, konstruktiv-kritische ‚Geister’ müssen zugelassen werden!
Und es muss respektiert werden, dass jede Einsatzbereitschaft irgendwann erschöpft ist!
Hier liegt ‚der Hase im Pfeffer’!
Um in Zukunft effektiver helfen zu können, fordert die DPolG Hessen die Einrichtung einer neutralen, außerhalb der Landesverwaltung angesiedelten Vermittlungsstelle.”



Wo sind und waren die Herren der Gewerkschaften bis jetzt!