Schneechaos: Mehr als 2.000 THW-Kräfte im Einsatz
5. Februar 2010 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | DruckenMehr als 2.000 THW-Helferinnen und Helfer sind seit dem 28. Januar im Einsatz um die Folgen von „Jennifer”, „Keziban” und „Miriam” zu beseitigen. In ganz Deutschland sind THW-Kräfte unermüdlich im Einsatz um überlastete Dächer zu räumen, liegengebliebene Fahrzeuge frei zu schleppen und die Sicherheit von Gebäuden zu überprüfen.
Als der Verkehr auf der A 45 auf einer Strecke von 40 Kilometern zum erliegen kam, räumten THW-Kräfte am Dienstag unermüdlich Schnee und schleppten LKW frei, um so Gassen für Räumfahrzeuge zu schaffen. Darüber hinaus beräumten THW-Kräfte auf Anforderung des Krisenstabes des Kreises Olpe die Dächer der Kreissporthalle und die Hochbehälter des Kreiswasserwerkes. Mehr als 24 Stunden waren allein in Olpe mehrere hundert Helfer im Einsatz.
In Bayern saßen am Dienstag auf der B85 in bis zu zwei Meter hohen Schneewehen mehrere Autofahrer fest. Die THW-Kräfte arbeiteten sich zu den eingeschlossenen Fahrzeuginsassen vor und mussten teilweise die Fahrzeugtüren freischaufeln, um die Personen zu retten. Darüber hinaus sorgen THW- Helfer immer wieder für freie Fahrt auf Bahnschienen. Allein in Brandenburg musste das THW in den letzten Tagen zweimal ausrücken um liegengebliebenen Zügen die Weiterfahrt zu ermöglichen. Auf der Ostseeinsel Fehmarn sorgt das THW zudem für die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes.
Die Bandbreite der möglichen Hilfeleistungen des THW bei Schneechaos ist groß: Die freiwilligen Kräfte sind deutschlandweit einsatzbereit wenn es gilt, Straßen zu räumen, auf schneeglatter Fahrbahn liegengebliebene LKW freizuschleppen und Autofahrer, die stundenlang im Stau stehen, mit heißen Getränken und Decken zu versorgen. Darüber kann das THW Gefahren durch Schnee- und Eisbruch sowie durch Lawinen eingrenzen. Und bei Stromausfällen kann das THW mit seinen mobilen Generatoren die Energieversorger unterstützen.



