Claudia Kiehn verabschiedet

3. Februar 2010 | Themenbereich: Wir sind Polizei | Drucken

Mit einem bewegenden Gottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche ist die leitende Landespolizeipfarrerin Claudia Kiehn aus dem Dienst verabschiedet worden.

Das Jazz-Ensemble des Landespolizeiorchesters gehört durch viele Einsätze bei Benefizveranstaltungen für die Stiftung Polizeiseelsorge ja fast schon zum Inventar, und so sorgte die Gruppe um Leiter Hans Steinmeier auch am Vormittag beim Verabschiedungsgottesdienst für den musikalischen Rahmen: Viele Weggefährtinnen und -gefährten von Claudia Kiehn aus Kirche und Polizei waren gekommen, um sie nach 13 Jahren im Dienst der Polizeiseelsorge zu verabschieden. Ab 1. Februar wird die gebürtige Düsseldorferin, die in Wuppertal lebt, im Schuldienst tätig sein.

„Sie hat den Ausbau der Polizeiseelsorge in der Evangelischen Kirche im Rheinland kontinuierlich vorangebracht, sowohl als Seelsorgerin gewirkt als auch den Kontakt zu Führungskräften aufgebaut”, würdigt der zuständige Dezernent Kirchenrat Pfarrer Jürgen Sohn die bisherige Amtsinhaberin: „Mit ihrem kompetenten und zugewandten Wirken hat sie der Polizeiseelsorge und insgesamt der Kirche für viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ein Gesicht gegeben.” Und diese Verbundenheit über alle Hierarchiestufen hinweg wurde in diesem besonderen Gottesdienst spürbar. Von 1997 bis 2000 war Claudia Kiehn als Pastorin im Sonderdienst in Wuppertal für die Polizeiseelsorge zuständig. Dann wurde sie mit nur 32 Jahren zur Landespolizeipfarrerin gewählt.

Spuren hat die Landespolizeipfarrerin auch bei der Umstrukturierung des Dienstes in der großen Landeskirche hinterlassen: Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass die Polizeiseelsorge in der rheinischen Kirche durch Beschluss der Landessynode im vergangenen Jahr in einer neuen Struktur als landeskirchliche Aufgabe konzipiert wurde. Kirchenrat Jürgen Sohn: „Damit ist ein verlässlicher Dienst der Polizeiseelsorge für die Beamtinnen und Beamten vor Ort möglich geworden. Am 30. Juni 2009 konnten die neuen Landespfarrerinnen und Landespfarrer in ihr Amt eingeführt werden. Seitdem hat Claudia Kiehn als leitende Landespfarrerin für die Polizeiseelsorge den Aufbau des Teams aus Landespfarrerinnen und Landespfarrern begleitet. In ihrer Amtszeit als leitende Landespfarrerin hat die Polizeiseelsorge damit eine verlässliche und zukunftsfähige Struktur bekommen.” Neben ihrem Dienst hat die scheidende Pfarrerin auch die Stiftung Polizeiseelsorge aufgebaut, die den Dienst der Seelsorgerinnen und Seelsorger finanziell und ideell unterstützt.

Über eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger muss die Landeskirche demnächst entscheiden; die Stelle ist ausgeschrieben.

Quelle: Landespfarramt für Polizeiseelsorge

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