Innensenator will Fußball-Spiele verschieben
13. Januar 2010 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Fussball, Interessenvertretungen | DruckenDie Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt den Vorschlag des Berliner Innensenators Erhard Körting, die für den 1. Mai geplanten Bundesliga-Spiele um einen Tag zu verschieben. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt sagte dazu in Berlin: „Endlich erkennt die Politik, dass die Polizei schlicht und einfach nicht an allen Orten gleichzeitig für Sicherheit sorgen kann. Es ist unmöglich aufgrund der Personalsituation der Polizei in Bund und Ländern, am 1. Mai sämtliche Bundesligapartien abzusichern und zur selben Zeit den Mob auf den Straßen in Berlin-Kreuzberg in Schach zu halten.”
In den letzten Jahren waren am 1. Mai in Berlin um die 6000 Polizeibeamte aus Bund und Ländern eingesetzt gewesen. Zur Sicherung der Bundesliga-Partien werden jede Woche einige tausende Beamte eingesetzt. „Es grenzt schon an Arroganz, wenn sich der DFB nun hinstellt und sich weigert, die Spiele wenigstens um einen Tag zu verschieben.” kritisierte Wendt. „Sicherheit muss immer vorgehen. Wer dies nicht akzeptiere, der riskiert letztlich auch die Sicherheit seiner Fans.”
Die DPolG fordert DFB und DFL auf, noch einmal in sich zu gehen und einer Verschiebung zuzustimmen. Dies seien die größten Sportvereine den Bürgerinnen und Bürgern schuldig. Notfalls muss die Politik dies mit Auflagen regeln.


