Vollzugseigene Rauschgiftspürhunde Ausbildung

11. Januar 2010 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Strafvollzug | Drucken

Seit heute (Montag, 11. Januar 2010) lässt die Justiz in der Fortbildungsstelle Diensthundewesen des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalens in Schloss Holte-Stukenbrock vier Hunde zu Rauschgiftspürhunden im Justizvollzug ausbilden. Die Vierbeiner „Anni“, „Gina“, „Maja“ und „Irma“ werden mit ihren Diensthundeführern – Bediensteten des Justizvollzugs – knapp vier Monate lang auf ihren Einsatz in Gefängnissen vorbereitet, wo sie illegal eingeführte Drogen aufspüren sollen.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter erklärte hierzu: „Über 35 Prozent der Inhaftierten haben eine Drogenproblematik. Ihnen helfen wir durch Behandlung und Substitution, um sie auf ein Leben in Freiheit und ohne Straftaten vorzubereiten. Diese Bemühungen wollen wir nicht durch eingebrachte Drogen zunichtemachen lassen. Deshalb ist es unerlässlich, alle Anstrengungen zu unternehmen, um das Einbringen von Drogen zu unterbinden oder eingeschmuggelte Drogen aufzufinden. Mit der Beschaffung und Ausbildung der Hunde wird ein weiterer Teil unseres umfassenden Konzepts realisiert.“

Bislang haben jeweils bei Bedarf Rauschgiftspürhunde der Polizei oder des Zolls in den nordrhein-westfälischen Haftanstalten geschnüffelt. Der Einsatz von vier vollzugseigenen Hunden verstärkt die bisherigen Maßnahmen. Die ständige Anwesenheit der Hunde in den Justizvollzugsanstalten lässt insbesondere einen erhöhten Abschreckungseffekt für potenzielle Drogenschmuggler erwarten.

Die Hunde werden nach Abschluss ihrer Ausbildung in den Justizvollzugsanstalten Köln, Kleve, Hamm und Castrop-Rauxel eingesetzt, aber auch in den regional benachbarten Anstalten erprobt. Bis Mitte nächsten Jahres werden die Erfahrungen ausgewertet. Dann soll entschieden werden, ob weitere Hunde zum Einsatz kommen.

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