Dank für Auslandseinsatz
22. Dezember 2009 | Themenbereich: Auslandseinsätze, Nordrhein Westfalen | DruckenZum zweiten Mal luden der Bundesinnenminister und der Inspekteur der Polizei (IdP) NRW Teilnehmer an Auslandsmissionen ein. Auch 35 NRW’ler nahmen an der Feierstunde im Hubschrauberhangar der Bundespolizeiabteilung Blumberg in der Nähe Berlins teil.
Mehr als 300 Polizistinnen und Polizisten, die allesamt in diesem Jahr aus einem Auslandseinsatz zurückgekehrt waren, dankte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière während einer Feierstunde am 10. Dezember in Berlin für ihren Einsatz: „Das Engagement deutscher Polizisten im Ausland trägt auch zur Sicherheit in Deutschland und Europa bei. Deutschland ist das Land in Europa, das sich am stärksten für den Polizeiaufbau in Afghanistan einsetzt. Die bereits erzielten Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”
„Frieden und Aufbau schaffen nach den Waffen.” Mit diesen Worten umriss IdP NRW Dieter Wehe die Aufgabe, die deutsche Polizistinnen und Polizisten in Auslandsverwendungen erwartet.
Derzeit sind allein 145 deutsche Polizeibeamte in den EU- und bilateralen Aufbau- und Ausbildungsprojekten in Afghanistan tätig – das ist ein neuer Höchststand und die Tendenz ist weiter steigend. In vier Polizeitrainings-zentren in Mazar-e Sharif, Kunduz, Feyzabad und Kabul, die im Jahr 2010 von 700 auf 1.000 Ausbildungsplätze ausgebaut werden, wurden allein in 2009 bisher rund 3.500 Polizisten aus- und fortgebildet. Insgesamt sind bislang 30.000 afghanische Polizisten durch deutsche Trainingsexperten aus- und fortgebildet worden.
Die Sicherheit der Beamten steht dabei an erster Stelle. IdP NRW Dieter Wehe: „Die Innenministerkonferenz hat dies in der letzten Woche noch einmal für Afghanistan ausdrücklich bekräftigt. Ich zitiere aus dem TOP 11 der vergangenen IMK: „Sie (die IMK) betont, dass die Gewährleistung der Sicherheit der in Afghanistan eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten für den Mandatgeber und die Bundesregierung ein zentrales Anliegen ist. Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen sind an der besonderen Gefährdungslage auszurichten.”
Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Matthias Seeger, kündigte weitere Einsätze an: “Die deutsche Polizei wird sich auch im kommenden Jahr verstärkt an Auslandsmissionen und bilateralen Projekten beteiligen. Mit einem weiteren personellen Aufwuchs in Afghanistan wird der Aufbau der dortigen Sicherheitsarchitektur weiter gestärkt.”
U.Schiefelbein
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