BSBD lehnt Kontrolle der Bediensteten ab
8. Dezember 2009 | Themenbereich: BSBD, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | DruckenIn einem Bericht der Rheinischen Post vom heutigen Tage mit der Überschrift: “JVA-Bedienstete wollen Kollegen kontrollieren” wird der Eindruck erzeugt, dass nach den Vorkommnissen in der JVA Aachen nun der BSBD eine Kontrolle der Bediensteten in den NRW-Justizvollzugseinrichtungen fordert.
Dieser sinnentstellenden Wiedergabe eines Interviews mit dem BSBD-Landesvorsitzenden Klaus Jäkel vom 06.12.2009 wird vehement widersprochen!!
In engem Zusammenwirken mit NRW-Justizministerin Müller-Piepenkötter ist sich die BSBD-Landesleitung einig, auch nach dem Ausbruch der Strafgefangenen Heckhoff und Michalski aus der JVA Aachen und dem möglichen Fehlverhalten e i n e s Bediensteten dürfen die NRW-Justizvollzugsbediensteten nicht unter einem Generalverdacht stehen. Eine Überwachung der Bediensteten kann und darf nicht in Betracht kommen.
Bereits jetzt wissen alle Bediensteten, dass keine verbotenen Gegenstände in die JVA eingebracht werden dürfen. Darüber hinaus müssen grundsätzlich alle Handys bei Betreten einer JVA abgegeben werden. Sollte in kleinen Hochsicherheitsbereichen weitergehende Maßnahmen erforderlich sein, ist dies mit den Personalräten und den betroffenen Bediensteten abzustimmen.
Der BSBD tritt einer allgemeinen Kontrolle der Bediensteten mit aller Deutlichkeit entgegen.
Weiter stellt der BSBD fest: Wer Bedienstete als “Wärter, Schließer oder Pförtner” abqualifiziert, der unterschlägt, dass es sich um hochqualifiziertes Personal handelt. Diese Entwicklung kritisiert der BSBD auf das Schärfste, insbesondere die auf niedrigstem Niveau agierende BILD-Zeitung.



Hochqualifiziert? Daß ich nicht lachte. Was ich bei Besuchen zum Teil an unmotivierten Bediensteten erlebe spottet jeder Beschreibung. Dazu noch eine Unkenntnis von Gestetzen und nicht mehr ganz neuen Urteilen – wie vielfach auch bei der Polizei. “Bürgerrechte – ham wa nich”. Besucher und Ehrenamtliche Vollzugshelfer stören eh nur beim Kaffeetrinken und Zeitunglesen.
In der freien Wirtschaft wären diese MA längst gekündigt, auf einem Drückebergerposten bei Vater Staat werden sie mitgeschleift. Der hohe Krankenstand spricht Bände – mann ist ja nicht kündbar.
Niemand hat diesen Beruf als echten Wunschberuf gewählt. Das kann es gar nicht geben.
Es ist faktisch eine minderwertige Arbeit. Auch wenn sie mehr Wissen erfordert als Erntehelfer und Co, wird sie nicht zur “hochqualifizierten” Arbeit.
Das ist gelerntes Spezialwissen. Ähnlich eines komplizierten Spieles. Nichts von echtem Wert. So wie Zocker im Wirtschaftsystem einfach nur die Spielregeln des Wirtschaftsystemes kennen.
So als würde man sich mit Pokemon und Co auskennen.
Niemand mit besseren schulischen Vorraussetzungen würde diese Arbeit wählen.
Warum also gerade diese, und nicht irgendeine andere minderwertige Tätigkeit (Supermarkt, Büroangestellter…)?
Wegen der Sicherheit des Arbeitsplatzes. Nicht gerade ehrenhafte Beweggründe.
Genau so wie die Mitarbeiter der Argen (Arbeitsämter).
Das macht auch keiner aus Freude oder Idealismus. Das sind Leute die glaubten sie würden “was besseres” werden. Das alte Bild vom Büroangestellten (gegenüber dem schwitzenden “Malocher”).
Der Name der StudiVZ-Gruppe “Ich fürchte keine Hölle: Ich bin ARGE-Mitarbeiter!” sagt da schon alles.
Ist zwar auch nicht gerade viel “Hochqualifizierter” (laut Experten wird das Studium in Zukunft der normale Weg), aber bei Polizisten kann es zumindest noch eine gewisse Form von Idealismus geben. Das sind dann die guten die regelmäßig Strafanzeigen gegen Kollegen schreiben. Ich hörte davon im Radio (Fehlverhalten auf Demos, Schlag bei Verhör…). Der ist heute im höchsten Rang. Es lohnt sich also KEINEN “Corps Geist” zu zeigen.
Leider ist an Dr. Brosa seinem Spruch was wahres dran. Einfach Brosa Sammelbecken googlen.
Das LA-System welches in “Polizeibericht” gezeigt wird wäre gut.
Dort werden Anwärter “durchleuchtet”. Polizisten befragen Angehörige und Bekannte über den Leumund der Anwärter aus. Da braucht es keine Vorstrafen, es reicht was diese Leute sagen. Am Ende entscheidet ein Gremium in dem ein Polizist (damit es korrekt abläuft) mit Bürgern abstimmt ob der Anwärter aufgenommen wird.
Ich kann mir aber gut vorstellen dass da die Polizeigewerkschaften aufschreien würden.
Wäre doch das letzte wenn der räudige Bürger über so etwas entscheiden dürfte ;) .
Es war (nicht mehr in den USA?) vergleichbar mit dem vom Bürger zu wählenden Posten des Sherrifs (was es wohl noch in Regionen der USA gibt).
Genau so wie man den Staatsanwalt und Richter dort wohl wählen kann.
Das würde alles Deutschland gut tun.