Konsequentes Vorgehengegen Fußballrowdys

30. November 2009 | Themenbereich: Fussball | Drucken

150 Gewahrsamnahmen sind das Ergebnis polizeilichen Einschreitens gegen randalierende Fußballrowdys des HSV am Bahnhof Bielefeld am frühen Samstagmorgen. Bundespolizei und starke Kräfte der Landespolizei Nordrhein-Westfalen verhinderten damit die Weiterfahrt zum Spiel Mainz 05 gegen den HSV.

“Wir dürfen nicht dulden, dass vermeintliche Fußballfans, Polizisten mit Flaschen bewerfen, Kanonenschläge im Bahnhof zünden oder Kioske plündern. Die Bundespolizei begegnet wachsender Gewalt konsequent und nachhaltig. Unsere Strategie ist es, randalierende und gewalttätige Fußballrowdys erst gar nicht bis zum Stadion kommen zu lassen. Dank der Unterstützung der Landespolizei und der Justiz ist dies in diesem Fall hervorragend gelungen”, sagt Matthias Seeger, Präsident der Bundespolizei.

Am frühen Samstagmorgen (27.11.2009) kam es durch randalierende Fußballfans des HSV zu einem massiven Polizeiaufgebot im Bahnhof Bielefeld. Ca. 150 Fans hatten sich bereits am Vortag auf den Weg in Richtung Mainz gemacht, wo die Bundesligabegegnung am Samstagnachmittag stattfindet. Schon auf der Hinfahrt waren die Fans aggressiv und erheblich alkoholisiert.

Während eines unfreiwilligen Aufenthaltes in Celle plünderte eine Gruppe der Fans einen Kiosk. Den Bahnhof Bielefeld erreichten die Fans, die von Polizeikräften ab Celle begleitet wurden, gegen 01:40 Uhr. Während eines geplanten Aufenthaltes bis 05:59 Uhr feierten sie mit Bielefelder Fußballfans in der Stadt. Anschließend war die Weiterfahrt in Richtung Mainz geplant.

Bei ihrer Rückkehr kam es dann zu gewalttätigen Auseinandersetzungen im Bahnhof. Ein Schnellrestaurant ein Bäckereistand und der Service – Point der Deutschen Bahn wurden dabei teilweise verwüstet. Scheiben gingen zu Bruch, Signalfeuer, Kanonenschläge wurden gezündet und Selbstlaborate, Flaschen, Dosen und Stühle in Richtung der eingesetzten Kräfte geworfen.

Dank massiver Unterstützung durch die Landespolizei konnten die 150 Fans, die teilweise schon in dem abfahrbereiten Zug in Richtung Mainz saßen, in Gewahrsam genommen und dem PP Bielefeld zugeführt werden. Auch hierbei wurden pyrotechnische Gegenstände gezündet.

Vorsorglich war der gesamte Hauptbahnhof für den Zugverkehr gesperrt worden. Von allen Fans wurden die Personalien festgestellt und ein Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei eingeleitet.

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