VfL Bochum vs. 1. FC Köln – Ereignisse ums Spiel unruhig

28. November 2009 | Themenbereich: Fussball | Drucken

Erwartet unruhig verliefen die Ereignisse im Vorfeld und Nachgang des Bundesligaspiels VfL Bochum gegen den 1. FC Köln am gestrigen Freitag, dem 27.11.09. Bereits der Marsch der etwa 1.000 FC-Fans vom Bochumer Hauptbahnhof zum Revierpowerstadion war von Unruhe und Aggression geprägt. Bengalisches Feuer, Kanonenschläge sowie alle möglich anderen Gegenstände wurden auf die begleitenden Einsatzkräfte geworfen. Es ist dem Glück zu verdanken, dass es hier noch glimpflich für die Sicherheitskräfte ausging.

Am Stadion angekommen setzte sich die Zugspitze der Kölner in Bewegung und überwand zunächststandardmäßig aufgestellte Sperrgitter und versuchte, das Stadion zu erstürmen. Beamten der Polizeihundertschaft gelang es, die eingesetzten Ordner an den Einlasstoren vor dem Überranntwerden zu schützen und unter Einsatz von Pfefferspray, die Angreifer abzuwehren. Aufrufe zur Ordnung wurden einfach ignoriert. Selbst eigene ordnungsgemäß in der Reihe stehende Fans wurden von den etwa 150 Problemfans von hinten gedrückt und Richtung Einlass geschoben. Während des Spiels passierte vergleichsweise wenig. Lediglich zwei alkoholisierte Fans wurden nach Nichtbefolgen eines Platzverweises in Gewahrsam genommen.

Da es zuletzt auch im Bereich der Problemfans der Heimmannschaft Schwierigkeiten gab, die insbesondere im Schutz der Dunkelheit die Konfrontation mit Fans der Gastmannschaft suchten, war es nur verständlich, ein Zusammentreffen beider Fangruppen nach Spielende zu verhindern.
Dazu wurde die Zahl der Ausgänge im Bereich der Osttribüne kurzfristig reduziert, wobei es beim Verlassen des Stadions zu kleinen Verzögerungen kam. Die Polizei kann den Unmut der echten Fans verstehen und bedauert die Unannehmlichkeiten. Doch diese Maßnahme diente auch der Sicherheit der unbeteiligten Fans, denn nur so konnte ein Zusammentreffen beider Lager verhindert werden.

Gleichwohl kam es zu Körperverletzungsdelikten zwischen den unterschiedlichen Fan- und Problemfangruppen.

Neunzehn Personen wurden im Verlauf des polizeilichen Einsatzes festgenommen. Nach Erkenntnissen der Polizei wurden sieben Personen verletzt. Darunter mehrere Ordner und ein Polizeibeamter. Trotz des erwarteten unruhigen Verlaufs hatte die Polizei den Ablauf unter Kontrolle und konnte auf die Aggression entsprechend reagieren.

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