Polizeinachwuchs: Verbesserungen im Bachelor-Studium
19. Oktober 2009 | Themenbereich: Ausbildung, Nordrhein Westfalen | DruckenMehr als 80 Prozent der im vergangenen Jahr in NRW eingestellten Kommissaranwärterinnen und -anwärter sind Mitglied der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Und auch in diesem Jahr hat sich bereits der Großteil aller Neueinsteiger für die GdP entschieden. Kein Wunder also, dass neben dem Thema “Gewalt gegen Polizeibeamte” die Bedingungen des Bachelor-Studiums eines der zentralen Themen der Landeskonferenz der Jungen Gruppe am 16. und 17. Oktober in Kamen war. Zudem haben die Delegierten den Vorstand der Jungen Gruppe für die neue vierjährige Amtszeit gewählt.
Fünf der neun Mitglieder des neu gewählten Vorstands der Jungen Gruppe sind Frauen: Als Vorsitzender wurde erneut Dennis Grindel (Mettmann) gewählt. Stellvertretende Vorsitzende wurden Markus Szech (Köln) und Melanie Hoerhold (Wesel). Als weitere Mitglieder gehören dem neuen Landesjugendvorstand Josefine Klein (Schriftführerin; Gelsenkirchen), Barbara Mühlenhöver (stellvertretende Schriftführerin; Köln), Torsten Seiler (Kassierer; Dortmund), Katrin Haverkamp (stellvertretende Kassiererin; Duisburg), Alexander Koch (Beisitzer; Essen) und Sabrina Boblist (Beisitzerin; Wuppertal) an.
In der Debatte über das Bachelor-Studium haben die Delegierten der Landesjugendkonferenz darauf gedrungen, dass die Studienbedingungen für die angehenden Polizeibeamtinnen und -beamten klarer und transparenter gestaltet werden. “Jede Prüfung muss frühzeitig und inhaltlich angekündigt, die Klausuren müssen einheitlich und nachvollziehbar bewertet werden”, heißt es in einem von der Landesjugendkonferenz angenommenen Antrag. Die Vertreter der Jungen Gruppe halten es zudem für sinnvoll, dass auch am LAFP und in den Praktikumsstellen theoretisches Wissen vermittelt werden kann. An der Einheitlichkeit der Polizeiausbildung will die Junge Gruppe festhalten.
In dem zuvor beschlossenen Leitantrag zur Gewalt gegen Polizeibeamte heißt es: “Die Gewalt gegenüber Polizei- und Vollstreckungsbeamten hat ein Ausmaß erreicht, das ein unverzügliches Handeln unverzichtbar macht.” Die Junge Gruppe hält, wie die GdP selbst, neben dem Ausbau jugendpräventiver Maßnahmen die Einführung einer Mindeststrafe bei Übergriffen auf Polizeibeamte für erforderlich. In Bezug auf Gewalttätigkeiten am Rande von Demonstrationen heißt es im Antrag: “Die Junge Gruppe lehnt Gewalt als Mittel der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung ab, das gilt für alle Seiten. Daher lehnt sie Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte ebenso ab wie Gewalt, die unnötigerweise von Polizeivollzugsbeamten verübt wird.


