Tarifabschluss im Bundesland Schleswig-Holstein

7. Oktober 2009 | Themenbereich: BDWS, Schleswig-Holstein, Security | Drucken

Am gestrigen Montag, den 5. Oktober 2009 haben sich der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. (BDWS), Landesgruppe Schleswig-Holstein und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) auf einen Neuabschluss des Lohntarifvertrages für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Schleswig-Holstein verständigen können.
Der neue Lohntarifvertrag beginnt ab 1. Dezember 2009 und hat eine 13monatige Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010. Im Rahmen dieses Tarifabschlusses vereinbarten die Tarifvertragsparteien eine überproportionale Anhebung der untersten Lohngruppen im Bereich Objektschutz und Separatwachdienst in einer Größenordnung zwischen 8,08 Prozent und 9,48 Prozent. Alle anderen Lohngruppen wurden zwischen 1,9 Prozent und 3,3 Prozent erhöht, mit Ausnahme der IHK-Geprüften Werkschutzfachkraft / Servicekraft für Schutz und Sicherheit sowie der Sicherheitsmitarbeiter als Eingreifkräfte im Betreibermodell der Bundeswehr.

Für den Lohntarifabschluss wurde eine Erklärungsfrist bis 12. Oktober 2009 vereinbart. „Der Tarifabschluss beendet“, so Sven Wackerhagen, Verhandlungsführer des BDWS, „eine 10monatige Leerphase, der ein Scheitern der Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di vorausging. Diese hatte allein aus gewerkschaftspolitischen Gründen an einer Lohnforderung von 7,50 € im untersten Bereich und damit in Höhe von knapp 32 Prozent unverrückbar festgehalten und damit durch nicht realisierbare Lohnforderungen die Verhandlungen zum Scheitern gebracht.“

Im Übrigen einigten sich die Tarifvertragsparteien auf den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages durch die GÖD zur Geltung des Mantelrahmentarifvertrages für das Wach- und Sicherheitsgewerbe für die Bundesrepublik Deutschland vom 01.12.2006, des Manteltarifvertrages für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Schleswig-Holstein vom 7.10.2005 und des Tarifvertrages für Arbeitnehmer in kerntechnischen Anlagen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Schleswig-Holstein vom 27.01.2009. „Damit“, so Wackerhagen, „gelang es der Landesgruppe die angestrebte Einheitlichkeit der Tarifsituation für Schleswig-Holstein wieder herzustellen.“

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