Erneuter schwerer Fall von Gewalt gegen Polizeibeamte

Die Deutsche Polizeigewerkschaft warnt vor einer alarmierenden Zunahme der Übergriffe auf Vollstreckungsbeamte – in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl von bundesweit jährlich 20.000 auf 27.000 Angriffe angestiegen. “Polizisten leben gefährlich”, wie zum Beispiel am letzten Samstag beim Landesderby am Samstag in Halle (HFC – 1. FCM). Hier wurden mehrere Polizeibeamte verletzt.

In Sachsen-Anhalt gab es laut Innenministerium im vergangenen Jahr 808 Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – dazu gehören auch Gerichtsvollzie-her und Ordnungsamts-Mitarbeiter. Polizisten waren laut Landesverband der DPolG in 139 Fällen betroffen. 2006 waren es noch 97. Die Zahl der dabei verletz-ten Polizisten wurde in der ministeriellen Statistik nicht erfasst – dies ändert sich erst 2009.

Wolfgang Ladebecks (DPolG Landesvorsitzender) Forderung: “Es muss eine Mindesthaftstrafe für Gewalt gegen Polizisten geben. Wir reden hier von Freiheits-strafen und nicht von Geldstrafen oder Sozialstunden.” Die Deutsche Polizeige-werkschaft fordert, „Widerstand gegen Polizeibeamte” dürfe nicht geringer geahn-det werden als etwa die Beschädigung eines Funkstreifenwagens, für die bis zu fünf Jahre Haft drohen.

„Die Polizei muss immer mehr als Prügelknabe für allgemeinen gesellschaftlichen Frust und Zorn herhalten. Sie repräsentiert – äußerlich durch die Uniform erkenn-bar – den Staat und wird als solche attackiert. Das passiert an allen Orten, wo die Polizei ihren Dienst verrichtet, sei es auf Demonstrationen, bei Fußballspielen oder auf Volkfesten. Aber auch in alltäglichen Situationen auf der Straße und bei Einsät-zen im familiären Bereich sind unsere Kolleginnen und Kollegen oft hemmungslo-ser Gewalt ausgesetzt. Die verletzten Einsatzkräfte vom Samstag sind empört über die Gewalt, die sie erfahren mussten und über das mangelnde Interesse des Dienstherrn, seinen Staatsdienern gegenüber. Es kann nicht sein, dass die Politik einfach zur Tagesordnung übergeht!”, so Landeschef Ladebeck.

Außerdem sollte man über Polizeitaktiken und Einsatzstärken nachdenken und ob der massive Stellenabbau in der Polizei Sachsen-Anhalt nicht zu lasten der Inne-ren Sicherheit der Bürger in Sachsen-Anhalt geht, so der stellvertretende Bundes-vorsitzende und Landeschef Ladebeck.


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2 Comments To "Erneuter schwerer Fall von Gewalt gegen Polizeibeamte"

#1 Comment By Irgendjemand On 1 Oktober 2009 @ 06:58

Wer schützt eigentlich den Bürger vor prügelnden Polizisten?
Bei der Polizei sollte erstmal aufgeräumt werden. Dann verbessert sich deren ansehen ib der Öffentlichkeit! Und Übergriffe lassen nach.

Es ist immer einfacher sich Gesetze nach maß schneidern zu lassen aber wirkungsvoller ist es erstmal die eigenen fehler zu suchen und diese zu beseitigen…

#2 Comment By Kathargo On 2 Oktober 2009 @ 20:44

Hallo ´Irgendjemand´,

bevor Du so einen Stuß verzapfst kannst Du ja gerne mal mit auf Streife gehen. Am besten zum Wochenende im Ballungsraum. Wenn Du dabei das erste Mal beleidigst, bespuckt oder sonst in irgendeiner Art angegangen wirst, will ich mal sehen ob Du diese Meinung dann immer noch vetrittst.

Klar gibt es überall auch schwarze Schafe. Die Polizei ist auch nur ein Querschnitt der Bevölkerung. Jedoch sind die sog. Übergriffe seitens der Polizei gegenüber dem Bürger meiner Meinung nach gering.

Ich weiß zwar nicht wer Du bist und in welcher Form Du bereits Kontakt mit der Poizei hattest, es ist jedoch leicht die Schuld für sein Fehlverhalten bei anderen insbesondere bei der Polizei zu suchen. Vielleicht fasst Du Dir in diesem Zusammenhang erstmal einmal selbst an die eigene Nase.

gez. Kathargo


Internet: http://www.cop2cop.de/2009/09/30/erneuter-schwerer-fall-von-gewalt-gegen-polizeibeamte/