Im Dienst ums Leben gekommen
14. September 2009 | Themenbereich: BMI, Innere Sicherheit | DruckenBundesminister Dr. Wolfgang Schäuble weihte heute am Berliner Hauptsitz des Bundesinnenministeriums eine Erinnerungswand ein, mit der der 66 Angehörigen des Geschäftsbereichs des Hauses gedacht wird, die in Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommen sind. Anwesend waren 80 Hinterbliebene der Verstorbenen und weitere Gäste. “Wir wollen an 66 hilfsbereite und mutige, meist noch junge Frauen und Männer erinnern, die bei Einsätzen im In- und Ausland für uns und unser Land gestorben sind. Die Gedenkwand erinnert uns auch daran, dass eine Gesellschaft nur zusammenhalten kann, wenn es Menschen gibt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen, selbst dann, wenn es gefährlich ist. In diesem Sinne erinnern wir uns an die verstorbenen Männer und Frauen mit Dankbarkeit und Respekt”, so Minister Dr. Schäuble.
Die Gedenkwand enthält einzelne Tafeln für jeden Verstorbenen, auf denen sich Name, Geburts- und Todesdatum, Angaben zur Todesursache sowie nach Möglichkeit ein Bild befinden. Bei den 66 Betroffenen handelt es sich um 44 Angehörige der Bundespolizei bzw. des ehemaligen Bundesgrenzschutzes, 18 Mitarbeiter und Helfer des Technischen Hilfswerks und 4 Beamte des Bundeskriminalamts bzw. zu diesen Behörden abgeordnete Landesbedienstete.
19 der 66 Todesfälle ereigneten sich im Auslandseinsatz, so in Bosnien, Mazedonien, Russland, Afghanistan und im Irak.
Bundesminister Dr. Schäuble zu den Gästen: “Die Lücke, die Ihr Angehöriger hinterlassen hat, ist nicht zu schließen. Niemand kann Ihren Verlust verringern und Ihnen die Trauer abnehmen. Aber wir können Ihnen zeigen, dass Sie mit Ihrer Trauer nicht allein sind, dass das Wirken Ihrer Angehörigen gewürdigt wird und dass wir uns bemühen, die Leistung und das Opfer Ihrer Angehörigen nicht zu vergessen, sondern im Gedächtnis wachzuhalten.”
Zukünftig werden die verstorbenen Kollegen auch mit einer zweiten Gedenkstelle gewürdigt, zu der auch die Öffentlichkeit Zugang haben wird. Dieses Denkmal wird aus drei hohen Metallstelen bestehen, die in den Zaun des Ministeriums eingefügt werden. Der Standort wird sich am Neubau des Ministeriums auf dem Moabiter Werder in Nachbarschaft des Bundeskanzleramts und des Berliner Hauptbahnhofs befinden, der 2015 bezogen werden soll.


