Sicherheit auch auf den Seewegen

3. September 2009 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Innenminister Uwe Schünemann hat am Donnerstag die Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven mit dem vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff verliehenen Fahnenband ausgezeichnet. „Die Bilanz der Leistungen der Einsatzflottille 2 ist beeindruckend. Sie verdient Dank, Anerkennung und dies möchte die Landesregierung mit der Verleihung des Fahnenbandes würdigen. Das geschieht in dem Bewusstsein, dass dieser Verband keine anonyme Organisation ist, sondern aus Menschen besteht. Sie, die Soldatinnen und Soldaten, sind es, die diese Leistungen erst ermöglichen“, sagte Minister Schünemann.

Diese Leistungen können nur durch harten militärischen Dienst, hohe fachliche Qualifikation und seemännische Tüchtigkeit erzielt werden. Der militärische Dienst in fremden Gewässern weit ab vom Heimathafen ist zunehmend gefährlicher geworden, so Schünemann.

Das zeigen nicht zuletzt die laufenden Einsätze gegen die Piraterie und gegen den internationalen Terrorismus. Die starke Beteiligung der Einsatzflottille 2 an wichtigen maritimen Einsätzen untermauert, dass sich Deutschland seiner gewachsenen sicherheitspolitischen Verantwortung stellt und dem Völkerrecht Geltung verschafft – ob zum Schutz der Seewege vor Terroristen und vor Seepiraten oder zur Durchsetzung internationaler Friedensabkommen.

„Auf ihre Leistungen können die Soldatinnen und Soldaten der Einsatzflottille 2 zu Recht stolz sein“, so der Innenminister. Das Einsatzspektrum reicht dabei von der Überwachung der Seegebiete über die Durchsetzung von Embargomaßnahmen bis hin zur maritimen Unterstützung von Heeres- oder Luftwaffenkontingenten im Kriseneinsatz.

Unter anderem nahmen Schiffe der Einsatzflottille 2 an folgenden Einsätzen teil:

Die Operation „ENDURING FREEDOM“ am Horn von Afrika dient dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

In der Operation „ENDURING FREEDOM“ mussten die eingesetzten Schiffe zunächst im Rahmen der Nothilfe zivile Schiffe vor Piratenangriffen schützen.

Die zunehmenden Piratenangriffe führten dann zu der EU-Mission ATALANTA. Mit ihr sollen die vor der Küste von Somalia operierenden Piraten abgeschreckt und bekämpft werden.

Die Mission UNITED NATIONS INTERIM FORCes im Libanon (UNIFIL). Der Einsatz vor der libanesischen Küste im Mittelmeer soll den UN-Friedensprozess unterstützen.

Die Operation ACTIVE ENDEAVOUR im Mittelmeer. Sie stärkt die NATO-Solidarität und trägt zur Abschreckung terroristischer Aktivitäten im Mittelmeer bei.

Neben diesen sicherheitspolitischen Missionen ist die Einsatzflottille 2 für die maritime Schlagkraft des nordatlantischen Bündnisses unverzichtbar. Vorbildcharakter hat auch das soziale und gesellschaftliche Engagement der zur Einsatzflottille 2 gehörenden Einheiten.

So konnten dem Bundeswehrsozialwerk wiederholt Schecks überreicht werden, um in Not geratene Soldatenfamilien zu unterstützen.

Eine enge besondere partnerschaftliche Beziehung besteht zwischen der Marine und der Stadt Wilhelmshaven. Sie haben eine lange Tradition. Viele Soldaten haben hier auch ihr Zuhause, so der Minister.

Wilhelmshaven ist nicht nur eine alte, es ist die Marinestadt Deutschlands.

„Wir müssen immer wieder klar herausstellen: Die Bundeswehr, auch die deutsche Marine, trägt maßgeblich dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land in Sicherheit und Freiheit leben können. Jeder Soldatin und jedem Soldaten gebührt für das besondere Engagement Respekt, Dank und Hochachtung“, sagte der Innenminister anlässlich der Verleihung des Fahnenbandes in Wilhelmshaven.

Das Fahnenband ist eine selten verliehene Auszeichnung. Mit dem Fahnenband würdigt die Landesregierung Verbände der Bundeswehr und der in Niedersachsen stationierten alliierten Streitkräfte. Es sind Verbände, die sich bei der Erfüllung ihrer militärischen Pflichten hervorgetan haben und sich auch darüber hinaus um unser Land verdient gemacht haben. Dies ist bei der Einsatzflottille 2 in besonderer Weise der Fall.

Die Einsatzflottille 2 beziehungsweise die Vorgängereinrichtung, die Zerstörerflottille, ist seit 1982 in Wilhelmshaven beheimatet, dem größten Marinestandort Deutschlands. Sie besteht heute aus dem 2. und dem 4. Fregattengeschwader sowie dem Trossgeschwader mit insgesamt 15 Fregatten und 10 Versorgungsschiffen.

Die Flottille hat im letzten Jahr ihr 50jähriges Jubiläum gefeiert. Dieses Jubiläum stand unter dem Motto „50 Jahre Einsatz für den Frieden“.

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