7. Frauenpolitische Fachtagung

Um geschlechterspezifische Benachteiligungen im öffentlichen Dienst besser zu bekämpfen, forderte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer die Erhebung von geschlechtergerechten Statistiken über Dienstbeurteilungen. „Nur wenn wir mehr Transparenz schaffen, können wir das Bewusstsein von Arbeitnehmern und – vor allem – von Arbeitgebern dahingehend sensibilisieren, wie die Gehälter unter den Geschlechtern künftig gerechter verteilt werden können”, sagte Wildfeuer am 25. Juni 2009 auf der 7. Frauenpolitischen Fachtagung im dbb forum berlin.

„Dem öffentlichen Dienst kommt als größter Arbeitgeber der Bundesrepublik eine Vorbildfunktion zu. Darum muss er hier mit gutem Beispiel voran gehen.” Insbesondere müsse vor allem ein Augenmerk darauf gerichtet werden, in welchen Positionen Frauen arbeiten und wie sich etwa Teilzeitarbeitsverhältnisse auf das berufliche Fortkommen auswirken. Darüber hinaus müsse auch die Eingruppierung typischer Frauenberufe im Tarifbereich überdacht werden, die traditionell niedriger eingruppiert werden als typische Männerberufe, so die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung.

Gleichzeitig appellierte Wildfeuer an die Verantwortung des Staates, sich über die Verwaltungen hinaus für eine geschlechtergerechte Bezahlung einzusetzen. Denn noch immer verdienten Frauen in der freien Wirtschaft ein Viertel weniger als deren männliche Kollegen in gleicher beruflicher Position, so Wildfeuer. Ganz besonders deutlich sei dieser Unterschied an der Besetzung der Führungsetagen abzulesen. Wildfeuer: „Zum einen sind Frauen dort eine wahre Rarität. Doch was die Bezahlung angeht werden sie nicht wie eine kostbare Seltenheit mit hoch dotierten Gehältern bedacht.”


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