web-patrol – Frau von der Leyen kontert mit „webman“ …

8. Juni 2009 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

… ein Zufall? dpa meldet, dass am Dienstag ein Projekt namens „Webman“ starten soll. Gelauncht, wie neu-deutsch zu betiteln, unter Mitarbeit des Bundesfamilienministeriums, auch MTV/Viva und die Telekom AG hilft. Weshalb jetzt auf einmal, und dazu noch in einer atemberaubenden Schnelle, diese Aktion „watch your web“, mit der die Regierung gemeinsam mit den drei Netzwerken (studiVZ, schuelerVZ und meinVZ) und der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit (IJAB) die Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet sensibilisieren wollen.

Man (wir) kann (können) die Idee von web-patrol zwar nicht urheberechtlich schützen, wollen dieses auch gar nicht, aber trotzdem bleibt ein gewisses „Geschmäckle“. Wir haben unsere Ideen dazu offen kommuniziert, u.a. auch an Ministerin von der Leyen. Wäre da ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen beider Inititativen nicht sinnvoll gewesen, insbesondere weil „webman“ ja nur einen Teilbereich des Projektes web-patrol abdeckt.

Bleiben die anderen Internetnutzer, die nicht Zielgruppe von „webman“ sind, „draußen vor der Tür“?

Bei web-patrol jedenfalls nicht.

Ach so: wer eben auf die Internetseite des Projektes klickte, kam nur weiter, nachdem ein Username/Passwort eingeben wurde. Das zum Thema frei verfügbare Informationen für jedermann :-)

Und: Was ist mit der Impressum-Pflicht?!

Von: Ronald Schulze (BdK)

1 Kommentar
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  1. Leider arbeitet Frau von der Leyen oft unschönen Tricks und versucht, sich öffentlich medienwirksam darzustellen. Es gehört offensichtlich zum Konzept, dass das Wichtigste die Darstellung und Inszenierung nach außen und nicht der eigentliche Inhalt ist.

    Zumindest haben wir beim Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur — http://ak-zensur.de/ — diese Erfahrung an verschiedener Stelle auch schon gemacht.

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