Nationale Waffendatei mit Hamburger Software „WANDA”
29. Mai 2009 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | DruckenDie deutschen Bundesländer sollten das Angebot des Hamburger Innensenators Ahlhaus annehmen und mit Hilfe der Software WANDA (Waffennachweisdatei) eine nationale Waffendatei aufbauen, befürwortet die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ein entsprechendes Angebot aus der Hansestadt. In der kommenden Woche will die Innenministerkonferenz über dieses Thema beraten.
In Berlin erklärte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt: „Es wird höchste Zeit, die legal zugelassenen Waffen in Deutschland endlich zentral zu erfassen, wie dies in den meisten anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union längst Standard ist. Dazu brauchen wir eine moderne Software, die auch kriminalpolizeiliche Recherchemöglichkeiten bietet. Wir begrüßen den Vorschlag aus Hamburg deshalb sehr nachdrücklich, denn nicht alles, was zentral organisiert werden soll, muss dem Bund übertragen werden.
Die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern waren sich darin einig, dass diese Da-tei möglichst rasch eingeführt werden soll. Die Europäische Richtlinie schreibt die Einführung bis zum Jahr 2014 vor. Die Bundesländer können nun zeigen, dass ein solches Projekt umgesetzt werden kann, ohne dass politische Eitelkeiten oder bürokratische Hürden aufgebaut werden. Das System WANDA könnte binnen kürzester Zeit die in mehr als 500 Dateien gesammelten Informationen aufnehmen und für polizeiliche Zwecke nutzbar machen. Neben der Rückverfolgbarkeit von Waffen sind dies die Eigensicherung von Einsatzkräften und die kriminalpolizeiliche Ermittlungsarbeit nach Straftaten. Die Länder können in der nächsten Woche einen wichtigen Schritt zu mehr Sicherheit in Deutschland tun.”


