Polizei vor Extremleistung

30. April 2009 | Themenbereich: Berlin, Bundesländer, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Berlin muss sowohl in der Walpurgisnacht als auch am 1. Mai mit Ausschreitungen im Stadtgebiet rechnen. Brennpunkte können dabei der Mauerpark, der Boxhagener Platz und das Gebiet rund um den Kottbusser Platz und den Mariannenplatz sein. Hinzu kommt das Gelände der O2-World in Friedrichshain.

Bodo Pfalzgraf, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin warnt: „Die Hinweise auf die hohe Gewaltbereitschaft der Chaoten dürfen politisch nicht herunter gespielt werden! Wer schon die bloße Anwesenheit von Polizisten auf dem Myfest als Provokation begreift, hat bei Gewalttätigkeit gute Chancen auf einen Zellenplatz!”

Die Berliner Polizei gibt an, dass 5000 Beamte an den beiden Tagen im Einsatz sind. Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Berliner Polizei von Hundertschaften aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützt. „Hierzu wurden in den vergangenen Wochen massiv Einsatzkräfte angefragt”, sagt Bodo Pfalzgraf. „Doch bisher haben nach unserer Erkenntnis erst 12 Einheiten zugesagt.”

Um die fehlenden Unterstützungseinheiten aus dem Bundesgebiet auszugleichen, sollen nun bis zu 57jährige Polizisten ohne persönliche Schutzausstattung in einen solchen Einsatz geschickt werden, nur weil sie noch einen alten Einsatzanzug im Schrank haben.

Pfalzgraf: „Für die Politik zählen Hundertschaften, für uns die Menschen in den Hundertschaften. Das grenzt an einen Skandal!”

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