JVA in Sachsen-Anhalt: Dienstleister übernimmt Aufgaben
30. April 2009 | Themenbereich: Security | DruckenIn Deutschland geht ein bisher einmaliges Projekt an den Start. Heute wurde die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Burg (nahe Magdeburg) mit einer Feierstunde eröffnet. Im Mai werden die ersten Gefangenen in die neue Einrichtung verlegt. Bei der JVA Burg in Sachsen-Anhalt handelt es sich um ein PPP-Pilotprojekt (Public-Private-Partnership), das von der bundesweit tätigen Dienstleistungsgruppe KÖTTER Services und der Bilfinger Berger Project Investments GmbH realisiert wird.
Zentraler Unterschied zu bisherigen Projekten: Mit der JVA Burg liegt erstmalig bei der Realisierung einer Haftanstalt in Deutschland von der Planung über den Bau und die Finanzierung bis zum Teilbetrieb über eine langjährige Vertragslaufzeit der Großteil der nichthoheitlichen Dienstleistungen sowie Bewirtschaftungsaufgaben komplett bei dem privaten Konsortium. Die Betriebsphase für die JVA mit 650 Haftplätzen erstreckt sich über 25 Jahre.
Im Rahmen des Teilbetriebs der vollzuglichen und allgemeinen Dienst- und Betriebsleistungen werden KÖTTER Mitarbeiter unter Kontrolle der JVA-Bediensteten zahlreiche nichthoheitsrechtliche Hilfs-, Versorgungs- und Betreuungsaufgaben erfüllen. Diese reichen von Hilfsdiensten an der Außenpforte über Aufgaben in der Gefängnisbücherei bis zu medizinischer Versorgung.
Effizienzvorteile des PPP-Projekts werden nach Betriebsbeginn spürbar. So profitiert die öffentliche Hand davon, dass die Bediensteten von einer Vielzahl von Versorgungsaufgaben rund um Gefangene und allgemeine Hilfstätigkeiten entlastet werden und sich somit mehr auf die Sicherungs- und Kontrollaufgaben sowie die Resozialisierungsarbeit konzentrieren können. Weiterer wichtiger Punkt ist die Verlässlichkeit in der Dienstorganisation. Krankheits- oder urlaubsbedingte Schwankungen fallen weg, da bei Personalausfällen stets geschulter Ersatz gestellt werden kann.
Auch für die regionale Wirtschaft um die JVA Burg zahlt sich das Engagement von KÖTTER aus. So sind rund 100 neue Arbeitsplätze entstanden sowie eine Vielzahl von Aufträgen an regionale Anbieter für Wäscherei- und Entsorgungsbetriebe oder Anbieter von technischen Ausstattungen des medizinischen Bereiches vergeben worden.
KÖTTER Justizdienstleistungen wird in Kürze mit der JVA Offenburg zudem in einer weiteren Haftanstalt tätig werden. Ab dem Sommer übernimmt das Unternehmen nichthoheitliche Aufgaben in der ersten teilprivatisierten Justizvollzugsanstalt Baden-Württembergs.




Sehr schön, und in Amerika wurden zwei Richter mit 2,6 Millionen $ bestochen, damit sie so ein tolles Privatgefängnis schön mit Kundschaft versorgten.
http://blog.fefe.de/?ts=b764354d
Aber sowas kann ja hier niemals passieren. Nie nicht.
Ich liebe das, wie die Firma Kötter Security immer wieder gelobt wird. Was stellt die Firma doch alles auf die Beine.
Es sollte doch endlich auch mal darüber gesprochen werden, zu welchem Preis.
Die Wachleute bei Kötter, zumindest in Berlin und Brandenburg, bekommen doch jetzt schon so viel Geld, das Sie am Monatsende wieder zum JobCenter müssen, um zusätzliches Geld vom Amt zu holen, weil Sie sonst am Monatsende nichts zu essen hätten.