Freinacht ist kein Freibrief
29. April 2009 | Themenbereich: Innenminister | DruckenInnenminister Joachim Herrmann warnt davor, in der Freinacht einen Freibrief für Straftaten zu sehen: “Vieles, was in den vergangenen Jahren in der Nacht zum 1. Mai angestellt worden ist, hat mit Brauchtum oder Tradition gar nichts gemeinsam.” Herrmann betonte, dass das Sprengen von Briefkästen, Anzünden von Mülltonnen oder das Verunstalten von Hauswänden ganz eindeutig strafbar sei. “Manche Dummheit kann zudem gefährliche Folgen haben. Ich denke an das Abheben von Kanaldeckeln oder an sonstigen Unfug im Straßenverkehr. Hier sind auch die Eltern in der Pflicht, auf ihre Kinder einzuwirken.” Herrmann kündigte an, dass die bayerische Polizei auch dieses Jahr in der Freinacht verstärkte Kontrollen durchführen wird. Als Straftat zählt im Übrigen auch das Zersägen und Umsägen von Maibäumen. Ein nach den traditionellen Regeln durchgeführter “Diebstahl” eines Maibaums wird in Bayern hingegen als Brauchtum geduldet.


