Schon zehn Motorradfahrer bei Unfällen getötet

28. April 2009 | Themenbereich: Motorrad | Drucken

Auf den brandenburgischen Straßen sind seit Jahresbeginn schon mehr als drei Mal so viele Motorradfahrer ums Leben gekommen wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Zahlen der Polizei starben zehn Motorradfahrer, sieben von Ihnen durch eigenes Fehlverhalten. Ein Jahr zuvor waren nur drei tote Motorradfahrer zu beklagen gewesen. Der Direktor Autobahnpolizei, Udo Antonicek, sprach heute in Potsdam von einer „erschreckenden Bilanz des Saisonauftaktes”. Allein im April starben bisher sieben Motorradfahrer, davon drei am vergangenen Wochenende.

„Offenbar lockt das schöne Wetter die Biker nicht nur vermehrt zu Ausfahrten, sondern verleitet sie auch zu mehr Leichtsinn”, sagte Antonicek. Er appellierte nachdrücklich an die Motorradfahrer, ihre Fähigkeiten nicht zu überschätzen und mahnte sie zu defensivem Fahrverhalten. „Auch auffällige Schutzkleidung und das vorgeschriebene Fahrlicht tragen zu mehr Sicherheit für die Motorradfahrer bei.”

Die Autofahrer forderte Antonicek auf, sich besser auf die motorisierten Zweiräder einzustellen, die jetzt wieder in großer Zahl auf den Straßen unterwegs sind. „Motorradfahrer sind wegen der schmalen Silhouette schwerer zu erkennen als Autos. Beobachten Sie deshalb den nachfolgenden Verkehr besonders sorgfältig im Spiegel. Passen Sie vor allem auch beim Überholen und beim Linksabbiegen auf; Geschwindigkeit und Beschleunigungsvermögen von Motorrädern werden oft unterschätzt. Denken Sie daran: Motorräder haben keine Knautschzone.”

Während sich für April jetzt eine Zunahme an Verkehrstoten abzeichnet, war die die Zahl der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer im März erneut leicht zurückgegangen. Nach den vorläufigen Zahlen der Polizei starben 16 Personen bei Verkehrsunfällen; das waren zwei Personen weniger als ein Jahr zuvor. Unter den Toten waren auch zwei Motorradfahrer. Fünf Menschen starben bei so genannten Baumunfällen. Die Zahl der Unfälle verringerte sich im gleichen Zeitraum um 10,3 Prozent auf 5.862 (2008: 6.538). Die Zahl der Verletzten sank um 7,3 Prozent auf 697 (2008: 752) Menschen

Damit summierte sich die Zahl der Verkehrstoten im ersten Quartal dieses Jahres auf 39 Personen. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren 49 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten verringerte sich um 5,8 Prozent auf 1.896 (2.013) Menschen. Gleichzeitig wurde aber eine Zunahme der Unfälle um 4,4 Prozent auf 19.133 (18.330) Unfälle registriert.

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