Verstärkung für Schulpsychologen
12. März 2009 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Bundesländer | DruckenKultusminister Helmut Rau hat das Angebot seiner Amtskolleginnen und -kollegen in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angenommen, nach dem heutigen Amoklauf an einer Schule in Winnenden speziell geschulte Schulpsychologen zur Unterstützung der 25 einheimischen Betreuungskräfte nach Baden-Württemberg zu senden. „Unsere vor Ort tätigen Schulpsychologen leisten aufopferungsvolle Arbeit und gehen an die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit. In dieser Situation ist gut, wenn Sie ab morgen Verstärkung erhalten und in der Betreuung der betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer nicht alleine stehen. Wir danken Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für dieses spontane Zeichen der Solidarität. Ich bin tief bewegt von der Anteilnahme und dem Mitgefühl, das uns erreicht. Dies ist eine Tat, die ganz Deutschland erschüttert. Es ist jetzt Zeit, zusammenzustehen, die betroffenen Familien in unsere Mitte zu nehmen und das erlittene Leid gemeinsam zu tragen.”
An der Albertville-Realschule in Winnenden wird zumindest diese Woche kein Unterricht stattfinden. In der Turnhalle, die sich auf dem Schul-Campus befindet, werden sich Schulpsychologen und Seelsorger um die betroffenen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte kümmern. Über einen Brief von Kultusminister Rau, der per E-Mail versandt wird, werden alle Schulen in Baden-Württemberg informiert und aufgefordert, Freiräume für Gespräche und Trauerarbeit zu schaffen.


