Fußball: Keine Bühne für Gewalt

9. März 2009 | Themenbereich: Fussball | Drucken

Nach den schweren Ausschreitungen beim Fußball-Nordderby zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock am vergangenen Freitag fordert Innensenator Christoph Ahlhaus Konsequenzen aus dem größten Polizeieinsatz bei einem Zweitliga-Spiel in Hamburg. Innensenator Christoph Ahlhaus: „Es ist unerträglich, wenn Krawallmacher und Chaoten ein Fußballspiel für ihre hemmungslosen Gewaltexzesse missbrauchen. Der Fußballsport in Deutschland mit seinen vielen Tausend friedlichen Anhängern darf nicht zur Bühne für Gewalttäter werden, die mit diesem Sport absolut nichts im Sinn haben.

Nur dank eines strategisch hervorragenden Einsatzkonzepts und des konsequenten Einschreitens mit mehr als 1.300 Polizisten ist es den Einsatzkräften gelungen, die rivalisierenden Fangruppen voneinander zu trennen und Schlimmeres zu verhindern. Dennoch sind Polizisten und unbeteiligte Passanten durch Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper verletzt worden. Ich danke der Polizei und allen Rettungskräften für ihren entschlossenen und erfolgreichen Einsatz. Den verletzten Polizisten wünsche ich schnelle und vollständige Genesung.

Wenn ein Fußballspiel und seine sportbegeisterten Besucher nur durch ein derart großes Polizeiaufgebot geschützt werden können, dürfen wir nicht so tun, als sei das normaler Bundesligaalltag. Die gesellschaftliche Akzeptanz, eine Menge Steuergelder dafür zu verwenden, solche Spiele polizeilich zu sichern, ist nicht grenzenlos.

Ich fordere Vereine und Verbände auf, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, damit sich solche Krawalle wie auf St. Pauli zukünftig nicht wiederholen. Ein richtiger Ansatz ist, dass derartige Risikospiele nicht freitags oder sonnabends stattfinden sollten, um für Hooligans und gewaltbereite Randalierer die Anreise zu einem Auswärtsspiel so unattraktiv wie möglich zu machen.”

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.