BGH-Präsident Tolksdorf ist die Justiz zu milde

30. Januar 2009 | Themenbereich: Justiz | Drucken

Kaum hat der Bundestag sich erstmals mit dem Gesetz zu Absprachen im Strafprozess beschäftigt, da donnert es aus Karlsruhe: „Solche Deals sind für die Glaubwürdigkeit der Justiz verheerend“, sagte der Präsident des Bundesgerichtshofs (BGH) Klaus Tolksdorf am Donnerstagabend. Absprachen riefen den nicht unzutreffenden Eindruck einer Zwei-Klassen-Justiz hervor, da sie in Wirtschaftsprozessen üblich seien – die meist Wohlhabende betreffen. „Ich halte diese Entwicklung für gefährlich.“

Wie der Tagesspiegel weiter schreibt:  Als Gegenleistung für ein Geständnis würden Strafen verhängt, die nicht schuldangemessen seien. Er reibe sich manchmal die Augen, für welche Taten zwei Jahre mit Bewährung ausgesprochen würden…

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