Projekt Personalentwicklung 2009
5. November 2008 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Nordrhein Westfalen, Personalsituation | DruckenSeit Ende der neunziger Jahre beschäftigt sich die Landesregierung mit der Personal- und Organisationsentwicklung und der Führungsstruktur in der Polizei. Trotzdem ist die Politik bis zum heutigen Tage nicht in der Lage, auf eine Vielzahl von Fragen sachgerechte Antworten zu liefern. Der GdP-Landessbezirk Nordrhein-Westfalen hat deshalb Anfang November das „Projekt Personalentwicklung 2009″ gestartet, um mit eigenen Reformvorschlägen die Blockadehaltung der Landesregierung aufzubrechen. Dazu gehört aus Sicht der GdP auch die Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die Spitzenfunktionen der Polizei.
Die Folgen der Blockadehaltung der Landesregierung sind inzwischen unübersehbar: unterschiedliche Personalentwicklungskonzepte in den Behörden, undurchsichtige Regelungen im Versetzungsverfahren/Stellenausschreibungs-/-besetzungsverfahren nach A 12/A13, Festschreibung der Beförderungsmöglichkeiten nach A12/A13, schlechtere Beförderungsperspektiven für den Bereich A 15 sowie unterschiedliche Organisationsformen in den Behörden.
Die Antworten auf die bestehenden Defizite sind seit dem In-Kraft-Treten der Föderalismusreform noch drängender geworden, weil seit dem die Bundesländer über die Fortentwicklung der Besoldung, Versorgung und des Laufbahnrechts entscheiden.
In der neuen Info-Broschüre „Polizei in Nordrhein-Westfalen” behauptet die Landesregierung zwar, dass Mitarbeiterorientierung für sie einen hohen Stellenwert habe, die Realität spricht aber eine andere Sprache. Denn sonst,
> hätte die Landesregierung nicht im vergangenen Jahr die Mitbestimmung erheblich zum Nachteil der Beschäftigten verändert,
> hätten wir wirkliche Aufstiegschancen für Führungskräfte und in den Fachkarrieren des gehobenen Dienstes statt des sogenannten Deckelungsbeschlusses, mit dem die Zahl der Stellen im Bereich von A 12 und A 13 bei der Polizei auf landesweit 4000 Planstellen eingefroren worden ist,
> hätten wir keine so langen Wartezeiten wie jetzt bei Beförderungen von A 13 nach A 14, die in Zukunft sogar auf bis zu 12 Jahre steigen soll,
> hätten wir nicht die Gefahr, dass die ersten Kollegen/Innen im höheren Dienst mit A 14 in Pension gehen,
> hätten wir tatsächlich ein moderneres Personalentwicklungskonzept, das landesweit Gültigkeit besitzt,
> und wir hätten ein Managementsystem, dass diesen Namen auch verdient.
Die Realität in der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen ist jedoch eine andere. Es herrscht Frust in den Organisationseinheiten und den Führungsetagen.
Bis Anfang 2009 wird die GdP deshalb einen detaillierten Forderungskatalog für ein modernes Personalentwicklungskonzept vorlegen, das auch den Anforderungen der Führungskräfte im gehobenen und höheren Dienstes gerecht wird.



Verrat von GdP-Vorsitzendem Richter an der 1. Säule.
Bisher hatte man den Eindruck, daß auf Frank Richter im Umgang mit den Vorgesetzten Verlaß ist.
Er hatte immer eine klare Position gegen die “Goldfasanen” und sog. Spitzenbeamten des gehobenen Dienstes.
Warum läßt er es jetzt zu, daß man sich für diese Leute als GdP einsetzt.
Dies ist Verrat an seien eigentlichen Mitgliedern.
Demnächst kämpft er wohlmöglich auch noch für die Kripo-Elite.
Das hat sich bisher in seinen Reden und in Gesprächen anders angehört.
Warum diese Anbiederung? Nur weil der Inspektuer und andere nicht mit dem Wechsel von der SPD zur Linken klar kommen und austreten?
Wir lassen uns nicht verbiegen und von denen da oben auch noch unsere GdP beeinflussen.
Sollen die doch ihren eigenen Verein aufmachen.