Mafia- und OK-Krimis von
Ex-Kriminalkommissar HJ. Prinz

31. Oktober 2008 | Themenbereich: Cop2Cop-Partner, Polizeikrimis | Drucken

Wenn Polizeibeamte Krimis schreiben so liegt es auf der Hand, dass sie von ihrer Arbeit erzählen. Ihre Krimis unterscheiden sich in der Regel von den zumeist nach klassischem Klischee gestrickten Krimis vieler anderer Autoren.

Sie schreiben „Polizeikrimis“, nicht vornehmlich auf dramaturgische Effekte und einen möglichst verblüffenden Plot abgestellte „Rätselkrimis“. Gleichwohl sind sie spannend und unterhaltend und darüber hinaus auch noch informativ.

Heinrich J. Prinz gelingt es wie kaum einem anderen, eine spannende Handlung mit realistischer Beschreibung des Polizeimilieus zu verknüpfen. In seinen Büchern gibt er wider, was den Polizeibeamten unserer Tage bewegt, schildert hautnah und authentisch die häufig stressige, oft frustrierende und meist nicht ungefährliche Polizeiarbeit. Als ehemaliger Münchner Polizei- und Kriminalbeamter weiß er um die Sorgen und Nöte der Polizistinnen und Polizisten und muss nicht erst nachfragen, wie das denn so ist bei der Polizei. Seine oft realen Fällen nachempfundenen Storys spielen häufig in Kriminalitätsphänomenen (in nachfolgend aufgeführten Titeln im Bereich von Mafia und Organisierter Kriminalität), die nur Insider wirklich kennen.

Autorenvita
Heinrich J. Prinz, Jahrgang 1932, verließ 1952 seine niederbayerische Heimat, die ihm in den Jahren nach dem Krieg keine Zukunft bot, und ging zur Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Nach vier Jahren Dienst bei der Truppenpolizei bewarb er sich zur Stadtpolizei München (1975 als letzte kommunale Polizei Bayerns in die Landespolizei übernommen). Von dort führte ihn sein weiterer Berufsweg nach zehn prägenden Jahren mit ständigen Soforteinsätzen bei der legendären Funkstreife zur Kripo, wo er alsbald in den gehobenen Dienst aufstieg.

Mit Beginn der 1970er Jahre war er vier Jahre lang als Einsatzplaner für kriminalpolizeiliche Einsätze gegen die chaotischen Umtriebe linksextremistischer Studentengruppen und den Terror der „Baader-Meinhof-Bande“ in der Staatsschutzabteilung tätig, dazwischen auch für die zu den Olympischen Spielen 1972 nötigen Sicherheitsvorkehrungen in den Stadien, die Sicherheit anreisender VIPs, die Aufklärung u.a.m.

Anschließend verbrachte er zwei Jahre als persönlicher Mitarbeiter des Kripochefs im Stab der Kripo, danach war er Kommissariatsleiter in verschiedenen Aufgabengebieten. 1983 wechselte er zum Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA), wo er zunächst die Leitung des (damaligen) Sachgebiets „Überörtliche Kriminalitätsbekämpfung und Kunstdiebstähle“ (aus der später das Dezernat „Organisierte Kriminalität“ hervorging) übernahm, anschließend das Sachgebiet „Kriminalstatistik und Auswertung“.

Als EKHK ging er 1989 in Pension (aus gesundheitlichen Gründen etwas verfrüht), ließ sich – bekannter Autor zahlloser Fachartikel der er war – danach dazu überreden, die Redaktion der polizeilichen Fachzeitschrift DIE NEUE POLIZEI (DNP) zu übernehmen.

Nachdem der Stress neuerlich überhand nahm, gab er diese an sich sehr interessante Tätigkeit auf, schrammte kurz danach aber nur knapp an einem Herzinfarkt vorbei. Mit vier Bypässen und einem Herzschrittmachen verbringt er heute seinen Ruhestand etwas geruhsamer, schreibt aber nach wie vor an Polizei-Krimis und gelegentlichen Fachartikeln. So ganz kann er von seinem Beruf, den er trotz allem erlebten Frust als einen der schönsten erachtet, einfach nicht lassen.


Spannende Handlung verknüpft mit authentischer Darstellung von Mafia-Aktivitäten und Organisierter Kriminalität

BITTERE ERKENNTNIS
291 Seiten, kartoniert, ISBN 3-00-005436-7, 9,00 €, HJ. Prinz, München
Georg Hager, Kommissariatsleiter bei der Münchner Kripo, wird Leiter eines für Überörtliche Kriminalitätsbekämpfung und Kunstdiebstähle zuständigen Sachgebiets des Bayerischen Landeskriminalamts.

Damit geht sein Wunschtraum, endlich Top-Kriminalität bearbeiten zu können, in Erfüllung. Doch als er mit seinen Leuten gegen die kriminelle Organisation um Cesare Lucchese ermittelt, die sich die Einkünfte aus ihren Speditions- und Ladungsdiebstählen nicht schmälern lassen will, wird sein Wunschtraum zum Albtraum. Aus einer Telefonüberwachung bekommt er mit, dass auf seine Familie Mafia-Killer angesetzt werden sollen. Verzweifelt versucht er, sie vor den eingeflogenen Killern zu schützen.

Die fiktive aktuelle Handlung spielt Mitte der 80er Jahre. Zu dieser Zeit wollte die hohe Politik noch nicht so recht wahrhaben, dass Organisierte Kriminalität in Deutschland längst ihr Unwesen trieb. Sollte doch erst einmal definiert werden, was OK denn überhaupt sei.

Der Autor, schon Anfang der 1980er Jahre Mitglied einer Arbeitsgruppe seines Berufsverbandes, die dieses Phänomen analysierte und Bekämpfungsstrategien erarbeitete, und schließlich Leiter besagten Aufgabenbereichs im LKA, bringt auch in diesem (Polizei-)Roman seine fundierten Kenntnisse über ein Kriminalitätsphänomen ein, das sich längst in bedrohlicher Weise etablierte hat. In der Person seines Protagonisten GEORG HAGER schildert er überdies seinen eigenen Werdegang bei der Polizei, der ihm in der Rückschau so manche bittere Erkenntnis beschert.

ROSEN FÜR DIE LADY
208 Seiten. Br., ISBN 978-3-89841-317-6, 12,80 €, Schardt Verlag, Oldenburg
Am Wohnwagenstrich im Münchner Norden eskaliert die Situation. An Ort und Stelle geht es hier zur Sache. Im Schichtdienst. Die ganze „sündige Meile“ entlang. Von den Dirnen werden horrende Standgebühren erpresst, ihre rollenden Liebeslauben abgefackelt und konkurrierende Zuhälter mit Schlägertrupps überrollt.

Der Zuhälter Peter Pichl, genannt „Bomber“, ist einer der zahlreichen Akteure, die auf „Europas lukrativsten Straßenstrich“ das große Geld machen wollen. Sein schärfster Konkurrent ist „Capetan“ von der berüchtigten Frankfurter Jugo-Mafia, die ihre Tentakel nach München ausstreckt.

Als Bomber die „Schwarze Olga“, die aussteigen will, wieder einmal grün und blau schlägt, geht sie erbittert zur Polizei und packt aus. GABY MARKWARDT, Kriminalhauptkommissarin und Leiterin eines für Prostitutions¬delikte zuständigen Kommissariats des Münchner Sittendezernats, in der Presse „Lady“ tituliert, ergreift die Chance, die Hintermänner des immer brutaler werdenden Zuhälterkrieges zu überführen. Doch Bomber ist verschwunden – und auch Olga, Markwardts wichtigste Zeugin, nicht mehr aufzufinden.

Das Polizeipräsidium bildet eine Sonderkommission, die „Soko Straßenstrich“, und betraut Markwardt mit deren Leitung. Sie gerät ins Visier der Zuhälter der Jugo-Mafia aus Frankfurt/Main und ist plötzlich selbst ihres Lebens nicht mehr sicher…

ROSEN FÜR DIE LADY, vom Autor als „Polizei-Thriller“ bezeichnet, ist der neunte Roman des Spezialisten für authentische Krimis. Vor dem historischen Hintergrund des Mitte der 1980er Jahre im Münchner Norden wütenden Zuhälterkrieges, dessen Verlauf er damals genau verfolgte, gewährt er dem Leser interne Einblicke in Organisation und Führung einer Soko und die Informationsverarbeitung per EDV und stellt heraus, dass sich Frauen in der Männerdomäne Polizei sehr wohl auch in Führungspositionen zu behaupten wissen.

OPPERATION MOHNBLUME
239 Seiten, kartoniert, ISBN 3-00-003259-2, 8,00 €, H.J. Prinz, München
Nach einem Mord im Münchner Rauschgiftmilieu verfolgen Jürgen Renner und seine junge Partnerin Monika Hoberg, Rauschgiftfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts, eine Spur nach Istanbul.

Nach einem V-Mannhinweis soll ein dort angeblich liegen gebliebenes Wohnmobil nach München zurückgeholt werden, darin versteckt eine Lieferung Heroin. Um die u.a. auch in München aktive „Türken-Connection“ überführen zu können, bieten sich Renner und seine Partnerin dazu an. Ein verdeckter Einsatz, wie er riskanter kaum sein kann, denn sie wissen nicht, ob sie nicht bereits als Kriminalbeamte enttarnt sind. Tatsächlich entgehen sie auf der Rückreise über die Ausweichroute der Balkanroute (die direkte Route ist wegen der damaligen kriegerischen Auseinandersetzungen in Jugoslawien nicht zu empfehlen) nur knapp dem Anschlag eines Heckenschützen.

Fachlicher Hintergrund dieses brisanten Polizeiromans ist ein vom Autor akribisch erarbeiteter und in mehreren Folgen in einer Fachzeitschrift (DNP) erschienener Rauschgiftreport. So gewährt er denn auch in seinem Buch fundierte Einblicke in die Tätigkeit der Rauschgiftfahndung, die Rauschgiftszene, die Abschottung und Hierarchie der Klein-, Zwischen- und Großdealer, deren Skrupellosigkeit und internationale Verbindungen.

Er macht deutlich, dass es zwar vor allem darauf ankommt, die Großdealer aus dem Verkehr zu ziehen, daneben aber auch gute Gründe für die Bekämpfung des Ameisenhandels sprechen. Und über all dem Frust, dem Polizeibeamte immer mal ausgesetzt sind, sieht er deren ungebrochenes Engagement und eine Motivation, die sie allein aus ihren persönlichen Erfolgen ziehen. So ist denn auch der schier aussichtslose Kampf gegen die mehr und mehr ausufernde Rauschgiftkriminalität und den international organisierten Drogenhandel immer wieder erfolgreich.

DIE RACHE DES DEALERS
208 Seiten, Br., ISBN 978-3-89841-270-9, 12,80 €, Schardt Verlag , Oldenburg
Noch sind KOK Jürgen Renner und seine operative Einsatzgruppe vom Rauschgiftdezernat des BLKA mit dem Ecstasy-Kurier beschäftigt, den sie am Münchner Hauptbahnhof bei seiner Rückkehr aus Amsterdam abgepasst haben.

Bei dessen Festnahme, bei der ein dramatisches Gerangel entstand, löste sich ein Schuss und verletzte eine Reisende. Renner aber hat längst andere Sorgen. Aus Drogenkreisen kam ihm zu Ohren, dass ihm Rache geschworen worden sei. Noch weiß er nicht, von welcher der Rauschgift-Connections die Drohung ausgeht – von den Albanern, den Türken, den Kurden? Doch dann erfährt er durch ein vom BND mitgeschnittenes Telefonat aus Sofia, dass Faruk Ercan wieder im Lande ist.

Damals, als er und seine Partnerin das in Istanbul angeblich liegen gebliebene Wohnmobil mit 120 Kg Heroin in kontrollierter Durchfuhr über die Balkanroute nach München zurückbrachte, wo es vom Paten der Türken-Connection übernommen werden sollte, erschoss er in Notwehr dessen Bodyguard – Faruk Ercans Bruder. Ist Faruk nun auf Blutrache aus? Renner bangt nicht allein um seine Sicherheit. Er sieht auch seine Partnerin Monika in Gefahr. Und vor allem seine bei seiner Ex lebende Tochter, die gerade jetzt in München ihre Polizeiausbildung antreten soll.

Doch ein neuer Auftrag hält ihn davon ab, der Drohung sofort nachzugehen. Ein Kilo Heroin ist im Angebot. Auf dem nächtlichen Parkplatz einer Waldwirtschaft soll es übergeben werden. Renner ahnt nicht, welch hundsgemeine Falle ihm dort gestellt werden wird …

Dieser Roman schließt an OPERATION MOHNBLUME an. Neben dem Phänomen der Rauschgiftkriminalität weist diese Story auch auf die Hintergründe von Blutrache hin und zeigt Gefahren auf, denen Polizei- und Kriminalbeamte durch ihren Beruf mitunter ausgesetzt sind.

Mit SCHATTENSEITEN EINER GROSSSTADT, TOT IM TALAYOT und GNADENLOSE MÖRDERJAGD stehen weitere Titel zur Verfügung.


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