Empörung über Chef der Polizei-Gewerkschaft (GdP)

23. Oktober 2008 | Themenbereich: Bund, Bund Deutscher Kriminalbeamter | Drucken

So lautet die Überschrift eines Artikels aus der Rheinischen Post vom 22.10.2008 über den „Auftritt“ von Frank Richter, Landesvorsitzender der GdP in Nordrhein-Westfalen. Dabei steht nicht der Auftritt bei der Partei „Die Linke“ als solcher in der öffentlichen Kritik sondern die Inhalte seiner populistischen Rede vor den Delegierten des Parteitages am Wochenende in Essen.Was muss Richter geritten haben, wenn er mit Blick auf die Finanzkrise formuliert: „Wir verhaften manchmal die Falschen“. Welche Denkweise hat dieser GdP-Funktionär, wenn er die Kölner Ereignisse anlässlich der „Anti-Islamierungskoferenz“ und damit verbundene Rufe nach Demonstrationsverboten für das „braune Pack“ – wie Richter es formuliert, nutzt, um die nordrhein-westfälische Landesregierung in die Ecke derer zu rücken, die auch vor Verboten von Kundgebungen zum 1. Mai nicht zurückschrecken würden.

Hier hat sich ein Spitzenfunktionär, der laut Focus 150.000,00 € Jahresgehalt bezieht, der Partei „Die Linke“ in populistischer Form angedient und seiner Gewerkschaft und den Mitgliedern einen Bärendienst erwiesen. Sollte die Rede Richters vom Landesverband der GdP autorisiert gewesen sein, weiß die nordrhein-westfälische Landesregierung spätestens jetzt, was sie von der GdP zu halten und zu erwarten hat.

Die kategorische Absage an jeglichen Extremismus und Populismus des BDK-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen ist da nur folgerichtig und ein deutliches Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Von: Klaus Jansen, Bundesvorsitzender

5 Kommentare
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  1. Es ist erschreckend, das der BDK wirklich NICHTS besseres zu tun hat, als auf der GdP herumzutrampeln. Die Personalratswahlen in NRW in 2008 haben gezeigt, für welche Gewerkschaft innerhalb der Polizei das Herz der Kollegen schlägt.

    Es ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang, dass die GdP sich mit den im Bundestag vertretenden Parteien unterhält und versucht unsere gewerkschaftlichen Forderungen an den Mann zu bringen. Ein „Kooperationspartner“ im Kampf gegen die GdP des BDK in NRW, die DPolG, namentlich Herr Wendt, ist auf seiner Bundesseite auch im Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten der Linken Pau zu sehen … das hat natrülich keine Konsequenzen.
    Ich fände es für de BDK entlich mal wieder angebracht, eigene Politik zu machen und nicht immer nur zu versuchen der GdP zu schaden. Die Kollegen sind nicht dumm und können eines überhaupt nicht leiden: die Grabenkämpfe der Polizeigewerkschaften untereinander.

    Ich bin stolz, dass wir als GdP diesen Weg auch gehen, uns mit den Kolleginnen und Kollegen und der Politik zu beschäftigen und nicht mit BDK und DPolG.

    Euer einziges Problem sind doch die (lt. Fokus) 150.000 Euro – das ist doch nur eine lächerliche Neiddiskussion.

  2. Silvia Roreger stellt sich schützend vor GdP-Chef Frank Richter.
    Dies ist nicht verwunderlich.
    Aber bei den(lt. Focus) 150.000 Euro (von denen Sie als GdP-Angehörige und Frank Richter besonders „Nahestehende“ genauestens wissen dürfte)als lächerliche Neiddiskussion zu sprechen, geht zu weit.
    Der GdP laufen die Mitglieder weg, wodurch sich die Kassenlage drastisch verschlechtert hat.
    Hier darf auch ruhig mal über das Einkommen eines GdP-Landesvorsitzenden gesprochen werden. Immerhin zahlen es die Mitglieder, die in den letzten Jahren reichlich (wie ja auch die GdP immer wieder kritisiert) Einkommen eingebüsst haben.
    Oder ist hier etwa ein Vergleich mit anderen „Spitzenmanagern“ gemeint. Nur die sorgen selbst für ihre Altersvorsorge und beziehen später keine staatliche Pension.
    Aber auch das wird sicherlich von den GdP-Funktioären als „lächerliche Neiddiskussion“ abgestempelt.
    Auffällig ist nur, dass sich die GdP immer noch nicht zu den inhaltlichen Aussagen von Frank Richter auf dem Parteitag äußert.
    In den Medien sind entsprechend gekennzeichnete Zitate von Frank Richter, die so nicht stehen bleiben sollten.

  3. Erschreckend – wie mit den üblichen Phrasen – Silvia Roreger – „auf der GDP rumtrampeln“ „Neiddiskussion“ derartige Verbalentgleisungen schön geredet werden. „Es wird Zeit, dass Ihr (Die Linke) Verantwortung übernehmt“ – soll Richter gesagt haben. „Verbiegt Euch nicht“. Bislang unwidersprochen von der GDP Spitze. Dumpfe Kumpanei mit Verfassungsfeinden – bitte mal NACHLESEN in den Verfassungsschutzberichten – oder die Ohren aufsperren, wenn linke Funktionäre sich den Stasi Staat zurück wünschen oder einfach mal auf „die Linke.de“ gehen und nachschauen, wofür diese Partei steht.
    O-Ton Lafontaine: Lieber Rotlicht statt Blaulicht, bla bla bla.
    Dann mit der Entschuldigung zu kommen, es handle sich um ganz „normale Gesprächspartner, da ja im Bundestag vertreten“ – warum redet die GdP eigentlich nicht auch mal mit der NPD, ist ja schließlich auch nicht verboten und in Landtagen zu Hause ??
    Herr Richter hat sich, wahrscheinlich sogar ohne es zu merken, vor die rote Karre spannen lassen und in Rage geredet. Dümmliche Sprüche gegen „Weiße Kragen Kriminelle“ und versagende Bankmanager kommen natürlich immer gut! Schon schlimm genug, wenn solche Sprüche in dieser Qualität und Professionalität von einem hohen Gewerkschaftsfunktionär kommen, der dafür auch noch 150000 Euro pro Jahr bekommt – verdient hat er sie sicherlich nicht.

    Nach fast dreißig Jahren Mitgliedschaft nervt mich die dreiste Arroganz der GDP Funktionäre, die sich gegenseitig mit fachlich oft inkompetenten Kommentaren und parteipolitischer Anbiederung in eine Richtung geradezu überschlagen. Die demokratische Legitimation der GdP Funktionäre, die sie durch die Mitglieder erhalten, ist nicht schrankenlos. Sie sollen sich gefälligst darauf beschränken, parteipolitisch möglichst neutral, das für die Mitglieder Machbare zu erwirken.
    Es sind nicht nur SPD oder Grünen, neuerdings auch „Linke ?“ Parteigenossen in der GdP, auch darüber solle man mal nachdenken.

    Auf jeden Fall haben sie ab Morgen ein Mitglied weniger – ich werde diesen Laden, und insbesondere das horrende Gehalt von Herrn Richter, zukünftig mit keinem einzigen Cent mehr unterstützen. Schade um die ca 5000 Euro Beitrag, die ich hier verpulvert habe.

    Sagt mir doch heute ein örtlicher Gewerkschaftsfunktionär, man solle doch nicht „gleich“ austreten, sondern lieber versuchen, in der Gewerkschaft durch Mitarbeit etwas zu verändern. LÄCHERLICH – wer in der GdP mitreden will, muss so gestrickt sein wie Herr Richter. Da richte ich mich nach seinem Rat: „Verbiegen sie sich nicht“.
    Tausend Austritte sagen mehr als tausend Worte !!!

    Ein ziemlich
    saures (ehemaliges) GdP Mitglied

  4. Ich ziehe den Hut vor Herrn Wehe und allen, die auf Grund der Rede von Herrn Richter aus der GdP austreten. Das nenne ich mal „straight“.

    Über die Aussage des Herrn Richter in seiner Rede lässt sich streiten.
    Nicht alles, was in der Regierung passiert und von politischen Parteien propagiert wird, ist sauberer als Richters Rede. Daher sollten sich diese Personen ggü. Herrn Richter zurückhalten. „Wer im Glashaus sitzt..“ Ich denke z.B. an die vielen Milliarden Steuergelder, die in mißglückte Bankengeschäfte fließen (müssen), Ypsilanti in Hessen und die beiden sehr unterschiedlichen Kommentare von Herrn Müntefering dazu…Dieses ließe sich beliebig fortsetzen.
    Ich frage mich nur, wieso Funktionäre so oft über Skandale oder besser Skandälchen auf sich aufmerksam machen (müssen?)? Schaffen sie es auf reguläre Weise über Erfolge nicht? Das sollte zu denken geben.

  5. Ich trete aus der GdP aus…eine linke Gewerkschaft..die das wesentliche aus den Augen verloren hat … NEIN DANKE… und Kollegen die sich hier diesem Herrn Richter anbiedern empfehle ich mal wieder ein paar Dienste auf der Straße zu tun..damit meine ich nicht die Fussgängerzone in der Innenstadt an einem sonnigen Vormittag… ihr Schreibtisch-Phrasendrescher

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