Sechster Fahndungs- und Kontrolltag “Interregio 2008″
19. September 2008 | Themenbereich: Polizei, Rheinland-Pfalz, Verkehr | DruckenIn der Zeit vom 18. bis 19. September 2008 haben die Polizeien der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und des Saarlandes sowie der Nachbarstaaten Frankreich, Luxemburg und Belgien mit Unterstützung der Bundespolizei und der Zollbehörden umfangreiche Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Der von Rheinland-Pfalz koordinierte Einsatz fand in diesem Jahr zum sechsten Mal statt.
Über einen Zeitraum von 24 Stunden wurden Personen und Fahrzeuge auf den über¬regionalen Straßen sowie den Bahnanlagen und Wasserwegen überprüft. Die Themen dieses grenzüberschreitenden, mobilen und regionalen Ein¬satzes lagen in diesem Jahr in den Bereichen Verkehr, Kriminalität und Fahndung. Hierbei insbesondere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Eigen¬tumsdelikte, Menschenhandel und Schleusung. Im Verkehrsbereich standen die Hauptunfall¬ursache „Geschwindigkeit”, Fahren unter Alkohol- bzw. Drogen¬einfluss sowie Aggressionsdelikte im Straßenverkehr im Vordergrund. Daneben überwachte die Bundespolizei die Einreisen an den Grenzen. Darüber hinaus wurde auch nach Personen gefahndet, die mit Haft¬befehl gesucht werden.
An den Kontrollen waren insgesamt 3.785 Einsatzkräfte der Polizeien der genannten Länder und Staaten sowie der Bundespolizei und der Zollverwaltung beteiligt. Die Bandbreite der festgestellten Verstöße umfasste Drogen- und Eigen¬tums¬delikte sowie Zuwiderhandlungen gegen ausländer- und waffenrechtliche Bestimmungen und Sozialvorschriften.
Im Rahmen des Einsatzes wurden 211 Personen festgenommen, davon 115 die mit Haftbefehl gesucht wurden.
Insgesamt wurden 462 Straftaten und 5.990 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und verfolgt. Es wurden Drogen, Waffen und andere Beweismittel sichergestellt. Ebenso musste eine Vielzahl von Führer¬scheinen beschlagnahmt werden.
Innenminister Karl Peter Bruch dankte den am Einsatz beteiligten Kräften aus¬drück¬lich für das hohe Engagement und die Professionalität. Das Ergebnis dieses behörden-, länder- und staatenübergreifenden Einsatzes hat einmal mehr die erfolg-reiche Zusammenarbeit der Sicher¬heitsbehörden der beteiligten Stellen gezeigt und belegt erneut, dass die Strafverfolgung auch vor Bundes- und Ländergrenzen nicht halt macht.




Ich wusste gar nicht, dass es sowas wie einen Fahndungstag gibt. Aber 115 per Haftbefehl gesuchte aus 211 ist wohl ne ganz gute Quote :)
weitermachen …
bin gestern von einem flughafen eines beteiligten landes nach deutschland geflogen.
bisher fanden nie passkontrollen der dortigen behörden statt.
Diesmal saß ein Polizist hinter der Glasscheibe, der weder mich noch meinem pass wirklich beachtet hat und mich mit einem “mmpfff” zum weitergen aufgefordert hat.
Blödsinn solche Großkampftage. Die dicken Fische machen Urlaub. So kommen dann auch solche mickrigen Erfolgsquoten zustande.
Wofür in Deutschland wieder Geld rausgeschmissen wird. Da setzt man mehrere tausen Polizisten ein um über drei Tage dann 211 Leute festzunehmen. Und das für 90% 0815 Delikte. Na herzlichen Glückwunsch.