DPolG unterstützt hartes Vorgehen der Berliner Polizei gegen Rocker
8. September 2008 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft | DruckenDas Vorgehen der Berliner Polizei am vergangenen Wochenende gegen die Rockerbande Hells Angels wird von der Deutschen Polizeigewerkschaft begrüßt. 300 Rocker aus ganz Deutschland und Europa hatten sich in Berlin getroffen, um in einem Korso durch die Stadt zu fahren. Die Polizei hatte diesen sogenannten „City Run“ aus verkehrlichen und sicherheitsrelevanten Gründen verboten. Daraufhin eskalierte die Situation. Mitglieder der Hells Angels, die die Verbote ignorierten, wurden von der Polizei vorübergehend festgenommen. Ein Teil erhielt Ordnungswidrigkeitsanzeigen.
DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt fordert, angesichts des regelmäßig provozierenden Auftretens von Rockerbanden in Deutschland härter gegen solche Aufzüge vorzugehen. „Wir müssen endlich diesem Treiben von Rockern, die immer wieder auch Gewalt gegen Polizeibeamte ausüben, Einhalt gebieten. Es kann nicht sein, dass Anhänger dieser Gruppen – häufig mit Eisenstangen und Teppichmessern bewaffnet und unter zunehmenden Drogeneinfluss stehend – weiterhin Beamte provozieren.
Wir haben Erkenntnisse, dass derartige Gruppen hierarchisch organisiert sind. Wer den Aufstieg schaffen will, ‚verdient‘ sich diesen möglichst durch einen bewaffneten Angriff auf Polizeibeamte oder einen verfeindete Rocker. Es muss gegenüber diesen Leuten eine Null-Toleranz-Strategie gelten. Deshalb sollte auch dort mit Strafen angesetzt werden, wo es weh tut: beim Verlust der Fahrerlaubnis.“
Aufgrund des auch vermehrt festgestellten Alkohol- und Drogenkonsums fordert Wendt die Fahrerlaubnisbehörden auf, verstärkt die Möglichkeit der Entziehung der Fahrerlaubnis unter dem Gesichtspunkt der Verletzung der Pflichten von Kraftfahrzeugführern zu prüfen.



