650 betrunkene Jugendliche im 1. Halbjahr 2008
16. Juli 2008 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft | DruckenIm ersten Halbjahr 2008 wurden 650 Kinder und Jugendliche von Berliner Polizeibeamten alkoholisiert aufgegriffen. Da heute die Sommerferien beginnen, rechnet die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin mit einem weiteren Anstieg alkoholisierter Kinder und Jugendlicher in der Öffentlichkeit. Landeschef Bodo Pfalzgraf: „Es ist mittlerweile zu einem Volkssport geworden, sich an Abenden eine Flasche Wodka zu kaufen und sie zu trinken. Daran werden auch die Verkaufsverbote an Tankstellen ab 22 Uhr, die in der Vergangenheit immer wieder diskutiert wurden, nichts ändern.“
Der deutliche Trend in Berlin ist, dass zunehmend junge Mädchen sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken. Meist werden sie nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt wieder an ihre Eltern übergeben. Der DPolG-Landeschef: „Die Eltern haben immer noch eine Fürsorge- und Erziehungspflicht. Sie müssen mehr auf ihre Kinder achten.“
Deshalb fordert die DPolG Berlin, dass Eltern für den Einsatz zur Kasse gebeten werden. Bodo Pfalzgraf: „In der Millionen-Stadt Berlin bringen Verkaufsverbote nicht genug. Kinder kommen illegal immer wieder an Alkohol. Leider bekommt man heutzutage viele Menschen nur noch über ihren Geldbeutel.“
Erst in der Nacht zu gestern wurden in Berlin wieder zwei Mädchen (15 und 16 Jahre) von Beamten aufgegriffen. Beide waren nicht ansprechbar, kamen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser.




Es wurde richtig gesagt, “Leider bekommt man heutzutage viele Menschen nur noch über ihren Geldbeutel.” Deshalb ist die beste Präventionsmassnahme die Preisgestaltung. Je teurer das Getränk ist, desto weniger wird es gekauft. Die Jungen sind sehr preissensibel. Die Sondersteuer auf Alkopops wurde eingeführt, weil sie nur die Jungen betrifft. Die Erwachsenen müssten zum Wohl der Jugend ein Opfer bringen und höhere Steuern generell akzeptieren. Diese könnten ja zweckgebunden so eingesetzt werden, dass sie wieder der Allgemeinheit zugute kommen.