“Fahrlehrer bilden wichtige Säule der Verkehrssicherheit”

13. April 2008 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

“Unsere Fahrlehrer bilden eine wichtige Säule der Verkehrssicherheit. Neben den wichtigsten Vorschriften und der Fahrfertigkeit ist es heute von zentraler Bedeutung, dass dem Fahrschüler zusätzlich auch Verantwortungsbewusstsein, die Sensibilität für Risiken und Gefahren des modernen Straßenverkehrs sowie die richtige Einstellung zum Führen eines Kraftfahrzeugs vermittelt werden”, betonte Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der 61. Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer e.V. am 12. April 2008 in Fürth.

Dabei dankte der Minister dem scheidenden Vorsitzenden des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer, Gerhard von Bressensdorf, für seinen Einsatz im Dienste der Verkehrssicherheit.

“Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen sind einflussreiche Multiplikatoren, die in einer wichtigen Entwicklungsphase, das letzte Mal vor der eigenverantwortlichen Teilnahme am Straßenverkehr, auf die jungen Fahranfänger positiv einwirken können”, hob Herrmann die Bedeutung heraus. Denn Fahranfänger bilden wie in den Vorjahren einen auffälligen Schwerpunkt in der Unfallstatistik. Die Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen macht etwa acht Prozent der bayerischen Bevölkerung aus, ist jedoch auch im Jahr 2007 mit über 15 Prozent an Verkehrsunfällen mit schweren Personenschäden deutlich überproportional beteiligt. Die von jungen Fahranfängern mit dem PKW verursachten Unfälle beruhen in vielen Fällen auf einer Kombination von geringer Fahrpraxis und fehlender Routine beim Ausgleich gefährlicher Situationen, gepaart mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Hinzu kommen Fahrten unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss. Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat auf diese Entwickl!
ung gezielt reagiert. “Wir verstärken heuer unsere Kampagne ”Sicher und Fair im Straßenverkehr”. Neben der Verkehrserziehung und –aufklärung wollen wir zusätzlich die Kontrollen ausweiten und damit das Entdeckungsrisiko erhöhen. Bei unserer ganzjährigen Aktion richten wir auch ein besonderes Augenmerk auf die jungen Führerscheinbesitzer”, so Herrmann. Der Minister machte jedoch auch deutlich, dass die insgesamt positive Entwicklung der Unfallstatistik in den letzten Jahren auch ein Verdienst der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer ist.

Bei den alkoholbedingten Unfällen haben sich seit der Einführung des Alkoholverbots für Fahranfängerinnen und Fahranfänger zum 1. August 2007 erste Erfolge abgezeichnet. So ereigneten sich seit Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung bis zum 28. Februar 2008 18,6 Prozent weniger Alkoholunfälle junger Fahranfänger im Alter von 18 bis 21 Jahren. “Gerade auch hier haben unsere Fahrlehrer die Möglichkeit, gezielt anzusetzen und die jungen Fahranfänger über die Risiken von alkoholisierten Fahrten, aber auch über die gravierenden Folgen bei Verstößen gegen das Alkoholverbot aufzuklären”, betonte Herrmann.

“Oberstes Ziel unserer Zusammenarbeit mit den Fahrlehrern war und ist die Verkehrssicherheit. Wir werden auch künftig mit einer Vielzahl von Maßnahmen und gemeinsamen Aktionen wie ”Ankommen statt Umkommen” die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen”, fasste der Minister zusammen. Unter dem Motto “Ankommen statt Umkommen” findet am 26. und 27. April 2008 bereits zum achten Mal in Kulmbach eine Motorradveranstaltung statt, die sich auch heuer um die Erhöhung der Sicherheit rund ums Motorrad dreht. Im Vorfeld dazu führt der Landesverband Bayerischer Fahrlehrer e.V. zahlreiche Fahrsicherheitstrainings durch.

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