Internationaler Schlag gegen Kinderpornografie

7. März 2008 | Themenbereich: Allgemein | Drucken

Nach 13-monatigen, zwischen deutschen, amerikanischen, australischen, britischen und kanadischen Dienststellen koordinierten Ermittlungen ist die Polizei jetzt in einer weltweiten Aktion gegen Produzenten und Anbieter von kinderpornografischem Material vorgegangen.

Die Durchsuchungen und Festnahmen auf drei Kontinenten (Nordamerika, Australien und Europa) richteten sich gegen eine etwa 50 Mitglieder umfassende internationale Bande von mutmaßlichen Straftätern, die seit 2005 große Mengen von kinderpornografischen Bildern, Videos und Texten produziert, beschafft und getauscht haben sollen. Zur Verschleierung der Tathandlungen sollen die Täter dabei unterschiedliche sogenannte „newsgroups“ im Internet benutzt und ausschließlich mittels variierender Verschlüsselungstechniken kommuniziert haben.

Das in Deutschland durch das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main geführte Ermittlungsverfahren richtet sich gegen vier deutsche und einen thailändischen Staatsangehörigen. Die Beschuldigten sind zwischen 22 und 66 Jahre alt.

Die Durchsuchungen in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen führten mit einer Ausnahme in allen Fällen zum Auffinden von bedeutenden Beweismitteln. Die eingesetzten Kräfte stellten große Datenmengen sicher, darunter mutmaßlich kinderpornografische Bilder und Videos. Allein in einem Fall betrug das sichergestellte Datenvolumen annähernd drei Terabyte.

Einer der Beschuldigten wurde vorläufig festgenommen. Er befindet sich wieder auf freiem Fuß.

In den USA wurden 14 Tatverdächtige, in Großbritannien und Australien jeweils zwei Tatverdächtige festgenommen.

Dieser Ermittlungserfolg stellt die beispielhafte weltumspannende polizeiliche Zusammenarbeit im unerlässlichen Kampf gegen Kinderpornografie unter Beweis.

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