Hövelmann verurteilt menschenverachtende Äußerungen zum Tode von Oury Jalloh
12. Februar 2008 | Themenbereich: Allgemein | DruckenAm gestrigen Montag wurde im Parlamentarischen Unter¬suchungsausschuss von einem der als Zeugen aussagenden ehemaligen Staatsschützer über eine Führungskräfteberatung in der früheren Polizeidirektion Halle berichtet, bei der der Tod von Oury Jalloh in einer Gewahrsamszelle der Polizei in Dessau angesprochen wurde. Dabei fiel von einem der teilnehmenden Beamten der Satz: „Schwarze brennen eben mal länger.“
Der Vorfall ereignete sich bereits am 10. Februar 2005 und führte zu einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft, das jedoch umgehend eingestellt wurde. Das anschließende Disziplinarverfahren endete mit einem Verweis für den Beamten.
„Für derartig menschenverachtende Äußerungen darf es in der sachsen-anhaltischen Polizei keinerlei Toleranz geben“, erklärte dazu Innenminister Holger Hövelmann. „Ich hätte es begrüßt, wenn man diesen Vorfall schon in der letzten Legislaturperiode genutzt hätte, um fremdenfeindlichen Einstellungen in der Polizei offensiv zu begegnen.“


