2007 in Bayern vorläufig 231 Drogentote

2. Januar 2008 | Themenbereich: Bayern | Drucken

Nach den vorläufigen Zahlen sind die Rauschgifttodesfälle im Freistaat Bayern im vergangenen Jahr angestiegen.

Mit 231 Drogentoten wurden 2007 in Bayern bisher um 40 Fälle mehr registriert als im Vorjahr. Im Jahr 2006 waren 191 Drogentote zu verzeichnen, was den niedrigsten Stand seit 16 Jahren darstellte. Die Zahl der Drogentoten liegt aber dennoch unter dem Mittelwert der letzten 10 Jahre von 250 Drogentoten und deutlich unter dem Spitzenwert von 340 Drogentoten im Jahr 2000. Die Gesamtentwicklung bekräftigt Bayern an seiner Drei-Säulen-Konzeption als vernünftige Handlungsgrundlage fest zu halten. Sie setzt im Kampf gegen den Drogentod neben Prävention und Therapie auch auf Repression“, stellt Innenminister Joachim Herrmann dazu fest. Mit einer Häufigkeitszahl von 1,8 (Drogentote bezogen auf 100.000 Einwohner) liegt Bayern damit nahezu im Bundesdurchschnitt.

Innerhalb Bayerns sind mit Ausnahme des Bereichs des Polizeipräsidiums Schwaben Zunahmen zu verzeichnen: So stieg die Zahl der Drogentoten im Bereich der Polizeipräsidien München (Stadt und Landkreis) (von 44 auf 54), Oberbayern (von 21 auf 39), Niederbayern/Oberpfalz (von 49 auf 54), Oberfranken (von 4 auf 5), Mittelfranken (von 18 auf 25) und Unterfranken (von 15 auf 21). Einen Rückgang meldete das Polizeipräsidium Schwaben (von 40 auf 33).

Die Entwicklung in den 3 größten bayerischen Städten München, Nürnberg und Augsburg stellt sich wie folgt dar: Die Zahl der Drogentoten stieg in München von 41 auf 49, in Nürnberg von 12 auf 13. In Augsburg hingegen sank die Zahl der Rauschgifttoten von 19 auf 17 gegenüber dem Vorjahr. Der Durchschnitt des erreichten Lebensalters liegt in allen drei Städten über dem Gesamtdurchschnitt in Bayern (32,9 Jahre). Im Einzelnen sind dies in München 35,2 Jahre, in Nürnberg 34,2 Jahre und in Augsburg 35,8 Jahre.

Bei den an den Folgen von Drogenkonsum verstorbenen Aussiedlern stieg die Zahl auf 31 Drogentote. Über die Jahre hinweg waren bisher deutliche Schwankungen zu verzeichnen (2001: 32, 2002: 16, 2003: 26, 2004: 14, 2005: 24, 2006: 27). Wie auch 2006 stammen sie insbesondere aus Kasachstan (14). Bezogen auf den geschätzten Bevölkerungsanteil von 3 % ist diese Personengruppe mit einem Anteil an den Rauschgifttoten von 13,4 % weiterhin überrepräsentiert.

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